Natursteine Gefäße

By | November 14, 2017

Natursteine Gefäße

In Kalkgebieten, z. B. der Schwäbischen Alb, kommen ausgewitterte Kalkknollen vor, besonders im  Raume Tuttlingen. Durch die Einwirkung von Säuren (Huminsäuren, Kohlensäure) entstanden im Laufe der Jahrhunderte Mulden, Löcher und Spalten in dem harten Jurafelsen. Kann man solche Felsen erhalten, so bieten diese wunderbare Möglichkeiten der Pflanzenansiedlung.

Noch besser eignen sich dafür die poröseren Tuffsteine, die am Steilrand der Schwäbischen Alb gebildet wurden. Mit Hammer und Meißel (oder auch mit dem Bohrgerät) werden Vertiefungen geschaffen, in die man geeignete Pflanzen einsetzt. Besonders schön geformte und bewachsene Stücke kann man nun auf der Terrasse oder dem Balkon aufstellen. Sie benötigen kaum Pflege, ab und zu eine Dusche oder eine Prise Flüssigdünger.

Auch Tröge kann man aus diesen weichen Steinen herstellen und mit alpinen Stauden und Zwerggehölzen bepflanzen.

Natursteintröge wurden früher als Viehtränke oder Futtertrog benutzt. Sie sind heute kaum mehr preiswert zu erhalten, besonders wenn es sich um schöne Stücke handelt. Sie eignen sich hervorragend zur Bepflanzung mit Steingartenstauden. Als Blickfang kann ein Nadelgehölz dienen, Steine, Wurzeln und die entsprechenden Pflanzen werden dazugestellt. So erhält man Landschaften im kleinen, ohne gleich das Matterhorn im Maßstab 1 : 10000 abbilden zu wollen. Aber ein einzelner Stein kann im Trog durchaus eine dominierende Rolle spielen, alles andere hat sich diesem unterzuordnen.

Man verwende in einem Trog möglichst nur gleiches Steinmaterial, so daß man später bei der Auswahl der Pflanzen in bezug auf die Säureansprüche nicht in Schwierigkeiten gerät. So sollen also in einem Kalksteintrog einzelne Kalkbrocken verwendet werden, aber keinesfalls dürfen in diesem Trog später Moorbeetgewächse gepflanzt werden.

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