Hausgarten

Hausgarten. Teile des Hausgartens werden als erweiterter Wohnraum genutzt, in dem sich bei schönem Wetter das Familienleben in beträchtlichem Maße abspielt. Dort werden die Mahlzeiten eingenommen, man kann ruhen, lesen oder anderen Beschäftigungen nachgehen. Die Kinder können spielen oder Sport treiben, sogar größere Feste werden im Garten gefeiert. Bei Auswahl und Stellung des Gebäudes wird versucht, Blick- und Wegebeziehungen zwischen Haus und Garten herzustellen. Das gilt besonders für den Eingangsbereich, aber auch für den rückwärtigen Gartenteil. Der Garten soll zweckmäßig angelegt sein; es gibt dabei aber auch ästhetische Überlegungen wie die, ob eine regelmäßige, eine unregelmäßige oder eine naturnahe Form der Gestaltung gewünscht wird.

Das Programm eines Hausgartens umfaßt im wesentlichen folgende Teile:Das Programm eines Hausgartens umfaßt im wesentlichen folgende Teile:
> Vorgarten,
> Terrasse oder Sitzplatz am Haus,
> Blumenbeete,
> Rasenfläche,
> Kinderspielplatz,
> Obstbäume,
> Gemüse, Küchenkräuter, Gewürze und Kompostkasten
> Randpflanzung als Wind- und Sichtschutz.

Die Auswahl der Zierpflanzen gibt dem Hausgarten ein bestimmtes Gesicht. Je nach Neigung der Besitzer werden einzelne Zierpflanzen bevorzugt. Rosen, Stauden oder Nadelgehölze können das Gartenbild bestimmen. Auch charakteristische Gartenmotive spielen eine Rolle, wie Heidegarten, Steingarten oder immergrüner Garten. Bodenverhältnisse, Hanglagen oder Schattenpartien sollten bei der Pflanzenauswahl bedacht werden.mergrüner Garten. Bodenverhältnisse, Hanglagen oder Schattenpartien sollten bei der Pflanzenauswahl bedacht werden.
Die drei folgenden Gestaltungsbeispiele eines Hausgartens (800 m2) zeigen bisher nicht genutzte Grundstücke mit einem Eigenheimneubau.

1. Beispiel. Die kinderreiche Familie wünscht sich einen zweckmäßig angelegten Garten mit Rasenfläche zum Spielen, viel Obst zum Sofortessen, ein Spargelbeet, einen Küchenkräutergarten und Blumen am Haus.
Ein 1,20 m breiter Umgangsweg gliedert und trennt die Gartenteile. Nach außen liegen die rahmenden Obstpflanzungen, Erdbeer- und Kräuterbeete, nach innen Spielrasen und Blumenpflanzung an der Terrassenböschung. Der Sandkasten liegt im Sichtfeld der Terrasse, aber so weit entfernt, daß der Spiellärm nicht stört.Sandkasten liegt im Sichtfeld der Terrasse, aber so weit entfernt, daß der Spiellärm nicht stört.
Den Vorgarten kann man von der Straße aus übersehen. Strauchgruppen am Gebäude verhindern aber den Ein blick in den hinteren Teil des Grundstücks. Dieser Garten ist ein Beispiel für regelmäßige Gliederung und Gestaltung.

2. Beispiel. Die Familie braucht einen Wohngarten zum Erholen von geistiger und körperlicher Anspan nung. Von der erhöht liegenden Terrasse fällt der Blick auf ein Rasenrund, auf dem die Kinder spielen können, und weiter auf eine abwechselungsreich blü hende Umrahmung. Ein Plattenweg erschließt den Garten, begrenzt die Rasenfläche und trennt sie gleichzeitig von der Staudenpflanzung. Hier finden unterschiedliche Pflanzengemeinschaften ihren Platz: Trockenheit vertragende Stauden in der Sonne und Waldstauden im Schatten der Bäume. An der Terrassenböschung ist ein Steingarten angelegt.

Im Süden schließt eine Obstbaumreihe den Garten ab. Davor stehen an den Seiten Nadelgehölzgruppen als Blickfang.

Seitlich des Hauses liegen Erdbeer-und Küchenkräuterbeete. Von der Straße blickt man in den Vorgarten, der mit einem Plattenweg, Blumen und Zier-gehölzen ausgestattet ist. Der mit Platten eingefaßte, vertieft liegende Sandkästen wird, wenn die Kinder groß sind, mit einer Folie ausgelegt zu einem Wasserpflanzenbecken. Der Garten ist unregelmäßig gestaltet.kästen wird, wenn die Kinder groß sind, mit einer Folie ausgelegt zu einem Wasserpflanzenbecken. Der Garten ist unregelmäßig gestaltet.

3. Beispiel. Das Eigenheim wurde in einem Grundstück mit alten Bäumen gebaut. Die Familie mit größeren Kindern ist sportlich interessiert und möchte zur Erholung eine Rasenfläche haben. Sie will aber auch Obst in vielerlei Arten sowie Gemüse und Küchenkräuter ernten.
Terrasse und Wohngarten liegen günstig im Süden des Hauses. Zwei große Laubbäume beherrschen den Gartenraum. Die Obstbäume sind entlang der Grundstücksgrenze in einer Reihe gepflanzt. Sie behalten in den ersten Jahren eine Pflanzscheibe (r=1,0m) im Rasen. Die Terrasse ist von Stauden umgeben. Erdbeeren, Gemüse und Küchenkräuter wachsen auf der Westseite, das Beerenobst an der Ostseite des Grundstücks. Im Vorgarten stehen zwei Obstbäume und Ziersträucher.

Siedlergarten

Siedlergarten. Bis zu den 30er Jahren plante man Gartensiedlungen mit Einzelhäusern, bei denen die Grundstücksgrößen etwa 800 bis 1 250 m2 betrugen.

In ländlichen Gebieten besaßen die Gärten einen großen Nutzgarten und wurden als „Siedlergärten“ bezeichnet. War dagegen der Wohngarten größer, hießen sie „Hausgärten“. Bei vielen Grundstücken ist heute nicht mehr zu unterscheiden, welcher Gartenform sie angehören. Sie wurden infolge neuer Ansprüche verändert und umgebaut.

Bei Gärten, die mehr Siedler- als Hausgartencharakter besitzen, gehören zum Gartenprogramm im wesentlichen: o Vorgarten,Bei Gärten, die mehr Siedler- als Hausgartencharakter besitzen, gehören zum Gartenprogramm im wesentlichen: o Vorgarten,
> Wirtschaftshof,
> Blumenbeete,
> Spielplatz für Kinder,
> Obstgarten, oft im Grasland,
> Gemüseland, z. T. feldmäßig für Futteranbau,
> Frühbeetkastenanlage,
> Kleintierhaltung,
> Kompostplatz.
Siedlergärten sind nach wirtschaftlichen Erfordernissen regelmäßig angelegt. Die Wegeführung ist gradlinig; Nebenwege kreuzen rechtwinklig. Es werden fast ausschließlich Obstbäume und Beerensträucher angepflanzt. Zierge-hölze kommen nur im Vorgarten oder am Sitzplatz vor. Auch die Blumen werden oft nur auf Beeten und zum Schnitt angezogen.

Neuanlage eines Siedlergartens von 800 m2. Eine kinderreiche Familie erhielt ein bisher nicht bebautes Grundstück in einem Siedlungsgebiet zum Eigenheimbau. Die Eltern sind am Anbau von Obst und Gemüse interessiert und wollen im Garten arbeiten als Ausgleich zu sitzender Tätigkeit. Obstanbaufläche und Gemüseland nehmen einen großen Flächenanteil ein. Kaninchen- und Hühnerstall mit Auslauf liegen in der Mitte des Grundstücks.
Der Eingangsweg zum Haus setzt sich durch den Garten fort. An ihm liegen alle wichtigen Teile des Gartens. Auf der rechten Seite steht eine durchgehende Obstbaumreihe. Sie läßt die Grenze zum Nachbarn deutlich erkennen. Zur anderen Seite liegt vor dem Haus ein kleiner Vorgarten mit Rasen und einigen Ziersträuchern. Hinter dem Haus befindet sich der Wohngarten mit einer befestigten Hoffläche, einem Sitzplatz auf dem Rasen, Blumenbeeten und hohen Ziergehölzen zum Nachbarn hin. Sie rahmen zusammen mit den Obstbäumen und dem Stallgebäude diesen Wohngartenteil ein. Hinter dem Stall liegen Frühbeetkästen und ein Schöpfbecken. Von hier aus werden Gemüseland und Obstbaumfläche bewirtschaftet.

Umgestaltung eines alten Siedlergartens (1 250 m2). Abbildung  zeigt das Aufmaß eines Siedlergartens mit Hühnerhaltung. Wirtschaftshof und Obstgarten nehmen einen großen Anteil des Grundstücks ein. Die Obstbäume stehen im Grasland, sie sind überaltert und tragen schlecht. Auch die Sorten entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen.

Zum Gemüseanbau wird der Vorgarten mit genutzt. Die Obstbäume sollen bis auf den Walnußbaum im Wirtschaftshof gerodet werden. Drei Möglichkeiten einer Neugestaltung werden gezeigt.

1. Variante. Die Familie, die Haus und Grundstück erwirbt, baut eine Garage im Keller aus und will den Garten mit geringem Kostenaufwand erneuern. Eingangsweg und Wirtschaftsweg im Nutzgarten bleiben erhalten. Der Wirtschaftshof wird so verkleinert, daß Obstland sowie Gemüse- und Erd-beerfläche etwa gleich groß sind. Eine neue Obstbaumanpflanzung erfolgt im rückwärtigen Gartenteil nach tiefer Bodenbearbeitung, Bodenverbesserung und einem Wechsel der Obstarten, um der Bodenmüdigkeit entgegenzuwirken. Sobald der Obstertrag dort nachläßt (nach etwa 25 Jahren), werden Obstland und Gemüseland ausgetauscht. Die Frühbeetkastenanlage kommt in den Gemüsegarten, der Hühnerstall mit dem Auslauf zu den Obstbäumen. Der frühere Wirtschaftshof wird umgegraben und mit Rasen angesät. Hier ist Platz zum Arbeiten, Ausruhen und zum Spielen. Es wird in Kauf genommen, daß an Trittstellen die Gräser ausfallen. Entlang der Grenze zum Nachbarn werden im Bereich des Hauses Ziersträucher und im Nutzgartenteil Beerenobst gepflanzt.

2. Variante. Am Wohnhaus erfolgt kein An- oder Ausbau. Die Garage kommt hinter das Haus, zusammen mit Geräteschuppen, Werkstatt und Hühnerstall. (Abstand von 3 m zur Grundstücksgrenze einhalten!) Ein kleiner Wohngartenteil schließt sich mit Rasenfläche, Kinderspielgeräten, Sitzplatz und Blumenbeeten an das Gebäude an. Hof- und Arbeitsplatz liegen vor der Garage. Obst- und Gemüsegarten sind etwa gleich groß, so daß später ein Wechsel der Anbauflächen möglich ist. Den Eingangsweg begleiten Blumenbeete und eine abschirmende Strauchpflanzung bis in die Höhe des Sitzplatzes. Im Vorgarten, der zur Straße hin von einer Hecke begrenzt wird, wachsen Erdbeeren. Bei dieser Variante ist allerdings der Zufahrtsweg zur Garage ungünstig. Das sollte bedacht werden.

3. Variante. Zusammen mit dem Anbau einer Garage am Haus wird eine Terrasse angelegt. Unmittelbar anschließend liegt der Wohngartenteil mit Spielrasen und einer Staudenpflanzung an der Böschung. Der Eingangsweg wird als Umgang durch den Nutzgarten bis zur Terrassentreppe fortgeführt. Frühbeetkastenanlage, Bienenhaus, die Beerenstrauchreihen und das Gemüseland sind dadurch gut erreichbar. Obstfläche und Gemüseland sind austauschbar wie in den vorangegangenen Beispielen. Ein alter Obstbaum ist wegen der Bienenhaltung vorerst erhalten geblieben. Das Bienenhaus liegt mit seinen Fluglöchern nach Südosten. Eine Strauchreihe vor dem Haus zwingt die Bienen hochzufliegen. Im Vorgarten befindet sich eine breite Blumenrabatte.

Gärten am Eigenheim

Ein Eigenheim mit Garten zu besitzen, ist der Traum vieler Familien. Dahinter steht der Wunsch nach Licht, Luft, Sonne, die Freude an selbstangebau-tem Obst und Gemüse, an Blumen – an der selbst geschaffenen Umwelt.

Der Garten am Eigenheim kann viele, jedoch nicht alle Wünsche erfüllen. Selbst große Grundstücke könnten das kaum; ganz abgesehen davon, daß so viel Land für eine Familie nicht zur Verfügung steht. Ein großer Garten würde außerdem für den Besitzer eine kaum zu bewältigende Belastung bedeuten. In neuen Siedlungen sind für Grundstücke am Einzelhaus 350 bis 500 m2 vorgesehen.

Damit ergeben sich nutzbare Gartenflächen, die wie im Kleingarten ausreichen, einer Familie Platz für Erholung zu bieten und sie vor allem auch mit Obst und Gemüse zu versorgen.

Grundsätzlich läßt sich ein Grundstück am Einzelhaus gliedern in Vorgarten, Haus- und Garagenbereich, Wohn-gartenteil und Nutzgarten. Unter Wohn-garten werden alle Einrichtungen verstanden, die der Erholung dienen, Rasenflächen und Blumenpflanzungen eingeschlossen. Der Nutzgarten umfaßt Flächen, auf denen Pflanzen zur Ernährung angebaut werden Lage und Größe der einzelnen Teile hängen ab von der Form des Grundstücks und von persönlichen Vorstellungen. Eine neue Einstellung zu Garten und Pflanzen zeigt sich heute im verstärkten Anbau von Nutzpflanzen; viele empfinden Freude am Garten besonders darin, daß Obst und frisches Gemüse für die ganze Familie selbst herangezogen wird. Außerdem sieht ein blühender und Früchte tragender Obstbaum ebenso schön aus wie manches Ziergehölz. Selbstverständlich werden Möglichkeiten-der Entspannung und Erholung für alle Gärten gewünscht.

Zwei Beispiele von Gärten am Einzelhaus mit 500 m2 Größe sollen zeigen, wie Nutz- und Wohngartenteile etwa zu gleichen Teilen angeordnet werden können.

Dieses Eigenheim gehört einer Familie mit Kindern. Sie wünscht sich einen Garten mit Rasenfläche, will aber auch Obst und Gemüse nicht missen. Der Garten  ist geteilt in einen Wohngarten, der hinter dem Hause liegt, den Nutzgarten mit Gemüse- und Kräuterbeeten an den Seiten und den Vorgarten. Dort wachsen Erdbeeren und am Eingangsweg Blumen.

Der Blick von der nach Süden gelegenen Terrasse fällt auf den mit Obstbäumen umstellten Gartenraum. Die Rasenfläche in der Mitte setzt sich unter den Bäumen fort bis zur Himbeer- und

Brombeerpflanzung an der Grundstücksgrenze. Weiteres Beerenobst ist an der östlichen Seite gepflanzt. In den Grundstücksecken unter den Obstbäumen stehen Schatten vertragende Zier-gehölze.

Befestigte Wege gibt es vom Eingang bis zur Terrasse. An den Gemüseflächen sind Nebenwege getreten, die Pflegekante zum Rasen hin besteht aus flach verlegten Kantensteinen.

Dieses zweite Gartenprogramm entspricht dem des vorangestellten Eigenheimes. Es liegt aber auf der anderen Straßenseite, d.h., die Sonne fällt auf den Vorgarten, während die Rückseite des Hauses beschattet ist. Um zu verhindern, daß auch die Terrasse im Norden liegt, ist das Haus an die östliche Gartenseite bis auf den erlaubten Grenzabstand (den Bauwich) herangerückt und so gedreht worden, daß die Terrasse auf der Westseite liegt. Sie wird vom Wohngarten umgeben. Den Sichtschutz zur Straße übernimmt eine geschnittene Hecke. Hinter dem Haus liegt der Obst- und Gemüsegarten. Solange die Obstbäume klein sind, können Unterkulturen angelegt werden.

Will man die Terrasse auf der Nordseite lassen, empfiehlt es sich, einen sonnigen zweiten Sitzplatz im rückwärtigen Teil des Gartens anzulegen.

Neuanlage eines Kleingartens

Neuanlage eines Kleingartens. Wenn ein Kleingärtner in einer neuen Anlage eine Parzelle erhält, schlägt er am besten an den vier Ecken Pfähle ein und erkennt damit deutlich die Größe der Parzelle, sein künftiges Betätigungsfeld. Viel Arbeit ist zu leisten; aber nichts soll doppelt oder unnötig geschehen. Gut ist es, wenn jetzt schon ein detaillierter Plan vorliegt, der zeigt, wie der Garten einmal aussehen soll. Aus den Abbildungen ist ersichtlich, wie man folgerichtig vorgeht.

Nachdem als erstes der Standort der Laube und der Verlauf des Eingangsweges abgesteckt worden sind, werden die Flächen geebnet; man nutzt sie als Sammelplatz für Unrat. Daneben wird eine Stelle für alle organischen Abfälle ausgesucht. Dann planiert man die gesamte Gartenfläche grob, d. h. kleine Erhebungen werden abgetragen und Vertiefungen damit aufgefüllt. Eine erste Fläche wird tief umgearbeitet, am besten rigolt; hier sät man Lupinen aus. Im Herbst pflanzt man die Obstbäume und die Hecke am Hauptweg und setzt Zaun und Tor.

Im zweiten Jahr wird die Bodenbearbeitung fortgesetzt. Frühbeetkastenanlage und Schöpfbecken werden aufgestellt. Mitte Juli kommen die Erdbeeren auf die im ersten Jahr rigolte Fläche. Danach wird im Herbst die Obstpflanzung durch Beerenobststräucher ergänzt.

Spätestens im dritten Jahr werden die Bauarbeiten an der Laube abgeschlossen. Der Eingangsweg wird befestigt und seitlich mit Blumen bepflanzt.

Etappen der Neuanlage

Kleingarten (400 m2) mit Hühnerhaltung

Kleingarten (400 m2) mit Hühnerhaltung. Kleingärten mit Kleintierhaltung müssen größer als 300 m2 sein und in der Nähe der Wohnung liegen, um Fütterung und Pflege zu gewährleisten.

Bei dieser Laube kann der Geräteraum als Stall für 10 Hühner genutzt werden. Sie benötigen mindestens 30 m2 Auslauf. Günstig ist ein zweiter Auslauf, damit die Flächen gewechselt werden können. Neben dem Land für Obstbäume, Beerensträucher, Erdbeeren und Gemüse wird ein Teil der Gartenfläche zur Futtergewinnung genutzt. Der Hühnerauslauf befindet sich seitlich und hinter der Laube. Obstbäume sorgen dort für Schatten. Zu beachten ist aber, daß der Mindestabstand von 2 m zur Gartengrenze einzuhalten ist. Den Sitzplatz umgibt eine Pflanzung von Stauden und Ziergehölzen. Beerenobsthochstämme bilden die „Köpfe“ der Gemüse- und Futterpflanzenbeete rechts vom Eingang. An der linken Seite ist eine Blumenrabatte angelegt. Entlang des Hauptweges wachsen Beerenobst-sträucher. An der südlichen Nachbargrenze ist eine Doppelreihe Rhabarber, an der nördlichen eine Himbeerhecke gepflanzt.

Kleingarten (300 m2) mit Spielfläche für Kinder

Kleingarten (300 m2) mit Spielfläche für Kinder. Der Garten gehört einer Familie mit kleinen Kindern. Er wird vorwiegend am Wochenende aufgesucht. Kulturen, die einer täglichen Pflege bedürfen, sind deshalb nicht vorgesehen. Kinder finden ihren Bewegungsraum südlich der Laube auf einer 60 m2 großen Rasenfläche. Der Sandkasten innerhalb des Rasens sollte mit einem erhöhten Rand versehen sein. Im Hochsommer kann ein Folienbecken aufgestellt werden. Die im Süden gepflanzten Sträucher spenden Schatten und sollten so robust sein, daß sie in die Spiele mit einbezogen werden können. Hasel eignet sich z. B. dazu. Auf der Westseite des Rasens ist Platz für Kinderbeete, entlang des Eingangsweges befinden sich Blumenrabatten. Da vieles Obst, vor allem die Beeren, zum Sofortverzehr bestimmt sind, werden entsprechende Sorten ausgewählt. Längs des Hauptweges ist Rhabarber angepflanzt. Dieser Garten wird dann verändert werden müssen, wenn die Kinder herangewachsen sind. Aus der relativ großen Spielfläche entsteht eine Nutzgartenfläche.

Kleingarten (300 m²) vorwiegend für Obstanbau

Kleingarten (300 m²) vorwiegend für Obstanbau. Der Garten braucht zur Bewirtschaftung nur am Wochende aufgesucht zu werden. Er ist für eine am Obstanbau interessierte Familie gedacht. So, wie die Hauptrichtung des Gartens von Norden nach Süden verläuft, sind auch die Obstbaumreihen gepflanzt. Sie nehmen den Hauptteil der Fläche ein. Die Sortenauswahl ist von der örtlichen Lage abhängig. Grundsätzlich sollten überwiegend Apfelbäume gepflanzt werden. An den Längsseiten sind Beerenobstpflanzungen vorgesehen, um Platz zu sparen, teilweise als Spalier.

Auf der einen Seite des Eingangsweges werden Erdbeeren und Stachelbeer-hochstämme angebaut, gegenüber verläuft eine Blumenpflanzung. Für Gemüse und Kräuter wird ein Beet zwischen den Obstbäumen genutzt. An der Südseite der Laube befindet sich ein Weinspalier. Hier ist auch der Sitzplatz der Familie und Raum zum Abstellen von Geräten und Obsthorden zur Erntezeit.

Bei der Anlage ist berücksichtigt, daß der Obstbaumertrag nach etwa 25 Jahren nachläßt. Dann erfolgt ein Standortwechsel der Obstbäume von der Ostseite auf die Westseite der Parzelle.