Ein Kellerraum wird zum Heizöllager – Beschichten mit Spezialfarben – Teil 2

Mit Coelispat, der gebrauchsfertig gelieferten Spachtelmasse auf Kunststoffbasis, werden letzte Unebenheiten im Putz sowie Risse im Bodenestrich zugespachtelt.
Mit demselben Material sollte man auch die Übergänge vom Boden zu den Wänden sowie die Raumecken zu Hohlkehlen ausformen. Hilfsmittel: eine Rasche.
Ein kleiner Trick, damit auch die Hohlkehlen eine schöne, makellose Oberfläche bekommen: Man streicht den frischen Spachtel mit einem feuchten Pinsel glatt.
Ein breites Malerklebeband, das auch auf dem Anstrich des Mauerwerks haftet, dient als obere Begrenzung für den in drei Schichten aufzutragenden Ölstopanstrich.
Der Grundierungsanstrich, 1:1 mit Wasser verdünnt, dringt tief in die Putzschicht ein. Darauf folgen je eine Ölstop-farbschicht in Rot und eine in Hellgrau.
Mit Porenbetonsteinen wird die Türöffnung zugemauert, nachdem die Tanks aufgestellt sind. Auch diese Wand bekommt eine Mörtelkehle und wird beschichtet.

Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Vorbereiten des Mauerwerks. Lose Mörtelstellen müssen ausgekratzt und neu verputzt oder zugespachtelt werden, Salpeterausblühungen sollten beseitigt sein, und Risse im Estrich oder Beton des Kellerbodens gehören ebenfalls ausgekratzt und zugespachtelt.

Eine Maßnahme gegen Risse in der Außenhaut ist auch der für Heiz-ölauffangwannen vorgeschriebene Wandputz, der entsprechend der DIN 18550 in einem Zementputz der Putzmörtelgruppe P 3 ausgeführt werden muß. Das Material gibt es im Baustoffhandel – und nach ein wenig Einübungszeit schaffen es auch Untrainierte, eine gleichmäßig dicke Schicht auf die Wandfläche aufzuziehen. Hat der Putz kurz abgebunden, glättet man die Fläche mit einem hölzernen Reibebrett – auch dies ist eine Forderung des Gesetzgebers. Das übrigens ist nicht weiter schwer. Denn das Verputzen der Tankraumwände muß nicht raumhoch geschehen, sondern nur bis zu der Höhe, die als Wanne nötig ist, um den Inhalt aller dort befindlichen Tanks aufzufangen. Bei einem Einfamilienhaus dürfte das selten mehr sein als etwa die halbe Raumhöhe. Auch eine Maßnahme gegen Risse ist das Anlegen der Hohlkehlen in allen Raumecken und dort, wo der Boden in die Wandfläche übergeht. Man kann sie mit Putzmörtel auf Zementbasis herstellen oder -glatter und besser formbar – mit Coe-lispat-Spachtel-masse, die zu einer zäh elastischen Schicht aushärtet. Bei dickerem Spachtelauftrag ist es nötig, der Spachtelmasse eine 20prozentige Zementschlemme zuzumischen. Sind die Hohlkehlen durchgetrocknet (je nach Schichtdicke und Raumtemperatur etwa zwölf bis 24 Stunden), beginnt man mit dem Aufbringen des Coeplan-Ölstop-Anstrichs.

Eine Haut aus drei Schichten

Es handelt sich dabei um eine lösemittelarme Kunstharzdispersion, die gebrauchsfertig geliefert wird. Für die Grundierung mischt man die graue Dispersionsfarbe mit einem Volumenanteil Wasser und trägt sie auf Wand und Boden auf. Der nächste, unverdünnte Anstrich erfolgt in Rot, was bewirkt, daß man gleich sehen kann, ob alles gut deckt. Ein unverdünnter Anstrich in Hellgrau schließt die Prozedur der Ölstopbeschichtung ab. Der Materialverbrauch liegt bei rund 700 ml pro Quadratmeter Gesamtbeschichtung. Damit auch Ihr Heizöllieferant erkennen kann, daß richtig beschichtet wurde, wird jede neue Farb-schicht etwa ein bis zwei cm unterhalb der vorangegangenen angelegt.

Beschichtung nicht verletzen – Auch wenn der Coeplan-Ölstop-Schutzanstrich vom Deutschen Institut für Bautechnik geprüft und zum Beschichten von Beton-, Putz- und Estrichflächen für Auffangwannen zugelassen ist: Seine Oberfläche sollte mit Vorsicht behandelt werden. Erst zehn Tage nach dem letzten Anstrich ist die Fläche für Montagearbeiten belastbar. Die Heizöltanks sollten beim Aufstellen dennoch nicht über den beschichteten Boden geschoben, sondern mit Vorsicht darauf abgesetzt werden.

 

 

Ein Kellerraum wird zum Heizöllager – Beschichten mit Spezialfarben – Teil 1

Was tun, wenn der alte Außentank für Heizöl stillgelegt werden muß? Wer im Keller noch einen separaten Raum frei hat, kann das Problem leicht lösen.

Jahrelang hat er keine Probleme bereitet und alle Abnahmeprüfungen des TÜV mit Bravour bestanden, der Heizölerdtank im Garten des Wohnhauses. Dann aber kam das Aus vom TÜV-Ingenieur, weil die Gefahr einer Durchrostung erkennbar wurde. Der Außentank mußte total geleert, von einer Spezialfirma gereinigt und mit Kies verfüllt werden. Von wo aber sollte die Ölheizung in Zukunft ihren Brennstoff bekommen? Wieder einen Außentank installieren, der irgendwann einmal das gleiche Problem bringen würde? Oder besser mehrere 1000-Liter-Kunststofftanks zu einer Tankbatterie zusammenkoppeln und einen ungenutzten Kellerraum zum Heizöllager umfunktionieren?

Erst messen, ob alles paßt

Auch wenn es eine Vielzahl unterschiedlicher Tankgrößen und Formate gibt: Zuerst einmal sollte man sowohl den zur Wahl stehenden Raum im Keller auf sein Fassungsvermögen hin überprüfen. Und natürlich auch sicherstellen, daß der Zuweg über Kellertreppe, Garage oder Türen den Transport der Batterietanks überhaupt zuläßt. Je größer das Fassungsvermögen der einzelnen Kunststofftanks, desto günstiger sind sie in der Regel zu haben, bezogen auf die Lagermenge Heizöl. Ist dieser Punkt zur Zufriedenheit abgeklärt, kann man mit dem Vorbereiten des Kellerraums beginnen. Als erstes wird die Tür samt der Türlaibung herausgerissen und später mit Porenbetonsteinen ca. halbhoch geschlossen. Heizöltanks müssen in einer auslaufsicheren Wanne stehen. Dafür muß auch die letzte Lücke, die Öffnung zum Tankraum, zugemauert und wie der Boden und die Wände mit einer speziellen Ölstopbeschichtung versehen werden.

Eine Auffangwanne für den Notfall muß man schaffen, damit man Heizölvorräte im Kellereines Hauses lagern darf. Der Grund: Wenn einer der Batterietanks leck springen sollte, darf nicht ein einziger Tropfen Heizöl ins Erdreich gelangen.

Werkzeuge und Beschichtungsmaterial bekommt man im Baustoffachhandel: die Coelispat-Spachtelmasse und die Coeplan-Ölstop-Schutzfarbe in zwei Farbtönen.

Das Mauerwerk im Kellerraum muß zuerst von lose sitzenden Anstrichen oder sandendem Mörtel befreit werden. Das geschieht mit einer Draht- oder Topfbürste.

Gegen Salpeterausblühungen sollte man ein Spezialmittel einsetzen, das man auch im Baumarkt erhält. Nach Anleitung auftragen, mit klarem Wasser abwaschen.

Ein fest haftender Zementputz (Putzmörtelgr. P 3/ DIN 18550) muß im Bereich der Auffangwanne aufs Mauerwerk aufgezogen und per Reibebrett geglättet werden.

 

Alternative Dachmaterialien – Von Holz bis Zink: stilvoll und haltbar

Natürliche Hausdächer gibt es neben Stroh und Gras z. B. auch aus Kupfer und Zink.

Jedes Material hat seine Qualitäten.

Natürliche Dachdeckungen haben Tradition. Je nach den regional vorhandenen Baumaterialien gab und gibt es viele Dächer aus Holz, Schiefer, Kupfer und Reet. Stroh, dem Reet sehr ähnlich, wird heute kaum noch eingesetzt. Früher ein Abfallprodukt der Roggenernte, gibt es heute so gut wie keine Sorten mehr, die kräftig und langstielig wachsen. Reet, auch Ried, Schilf oder Rohr genannt, wird noch auf Dächern verlegt. Kosten: ca. 100 EUR je m2, Haltbarkeit: ca. 50 Jahre.

Dachbegrünung

Begrünte Dächer gibt es schon seit mehr als tausend Jahren. Die grasbedeckten Torfsodenhäuser auf Island haben anregend auf unsere Baukultur gewirkt. Unser grüner Lebensraum wird immer mehr eingeschränkt. Da können Grasdächer uns ein Stück Natur zurückgeben und auch einiges bieten:
• Sie verschönern das Stadtbild.
• Sie regulieren das Raumklima und helfen, Heizenergie zu sparen.
• Sie schützen vor Lärm, Wind und sogar vor Immissionsstaub.
• Sie entlasten die Kanalisation.
• Sie mindern die großen Temperaturschwankungen der Dachhaut, die an einem Tag schon bis zu 50 Grad Celsius ausmachen können, um etwa 60 Prozent – das Gebäude ist thermisch geringer beansprucht und daher weniger reparaturanfällig.
Ein grünes Dach bedarf sorgfältiger Planung, besonders, wenn es sich um geneigte Flächen handelt. Je nach System muß die Dachkonstruktion mehr Gewicht tragen und entsprechend stärker ausgelegt werden. Der Schichtenaufbau, der als Fertig- oder auch als Do-it-yourself-System angeboten wird, muß eingehalten werden. Die Dachvegetation kann man nach der Erstbegrünung der Natur überlassen, die Haltbarkeit ist praktisch unbegrenzt. Kosten: 40 bis 60 EUR je m2.

Holzschindeln

Holzgedeckte Dächer gibt es in Thüringen, Sachsen, in den Alpen und im Schwarzwald. Um Holzschindeln herzustellen, werden gerade gewachsene Bäume benötigt, die im Winter gefällt werden. Ein etwa 50 cm langes Stammstück wird in sechs Teile zerlegt, Splint und Kern werden entfernt, die Schindeln radial abgespalten und anschließend geputzt. Gespaltene Schindeln halten etwa doppelt so lang wie gesägte, ca. 20 bis 30 Jahre. Dächer werden bis zu 280 Jahre alt, wenn sie ständig repariert werden. Kosten: je nach Holzart ca. 40 bis 100 EUR je m2.

Schiefer

Frostbeständig, dicht und hochwertig muß Dachschiefer in unseren Breiten sein. Das klassische Dachmaterial, das über Jahrmillionen aus verdichtetem Feinstaub entstand, ist in bergfeuchtem Zustand spaltbar. Üblich sind Plattendicken von etwa 5 mm. Weit über Rheinland, Harz oder Sauerland hinaus erfreut sich dieses Material bei naturbewußten Bauherren großer Beliebtheit. Es gibt verschiedene Deckungsarten, die vom Zuschnitt der Platten abhängen. Haltbarkeit: mind. 100 Jahre, Kosten: ca. 100 bis 200 EUR je m2.

Zink

Zinkbedachung besitzt eine gute Formbarkeit und eine attraktive, blaugraue Patina. Diese Eigenschaften faszinieren immer noch Bauherren, einerlei, ob sie in klassischem oder modernem Stil bauen wollen. Das heute verwendete Titanzink ist eine Zinklegierung mit Zusätzen aus Titan und Kupfer. Der Werkstoff wird in einem kontinuierlichen Gieß-Walz-Prozeß hergestellt und hält über mehrere Generationen, im Schnitt ca. 140 Jahre. Kosten: ca. 130 EUR je m2 inklusive Handwerksarbeit.

Kupfer

Kupfer ist hochglänzend braun, wird auf der Oberfläche durch Reaktion mit Sauerstoff matt und bekommt nach Jahrzehnten eine pastellgrüne Patina. Moderne Verfahren machen es möglich, Kupferplatten bereits mit Oxid- oder Patinawirkung herzustellen. Haltbarkeit: mind. 80 Jahre, Kosten: ca. 250 EUR je m2.

 

Windmühle Garten – Teil 2

wiatrak budowaDie Konstruktion: genauso gebaut wie in alten Zeiten

Der Bau der Mühle beginnt mit dem Zusammensetzen der Unterhauswände. Die 36 cm hohen Teile werden in halber Höhe auf beiden Seiten im Winkel von 52 Grad abgeschrägt und an den Ecken verleimt. Die sich an den Hausecken ergebenden freien abgeschrägten Flächen werden mit dreieckigen Zuschnitten gefüllt. Die Sperrholzstücke grob zuschneiden, auf die Öffnungen legen und die genauen Schnittlinien von unten anzeichnen. Die Schnittkanten mit 45 Grad schräggestellter Säge zuschneiden, mit Hilfe von Raspel und Hobel genau einpassen und einleimen. Der obere Rahmen der Wandteile ergibt damit ein gleichschenkliges Achteck. Damit in halber Höhe der Unterhauswände ein Absatz für die Streben der Galerie entsteht, werden die unteren Wände aufgedoppelt.

Nun die achteckige Grundplatte des Gehäuses zuschneiden und darauf die acht Balkenpaare leimen. Die hochragenden Doppelspanten werden separat verleimt und auf die Balkenpaare gesetzt.

Den oberen Abschluß der Spanten bildet dann das kleinere Gegenstück zu der achteckigen Gru platte. Damit liegt die Grundform der Mühle fest.

Die Balkenpaare der Galerie werden nach unten verstrebt, die seitlich abgeschrägten Bodensegmente zusammengeleimt und auf die Balken gesetzt. Pfosten und Geländer komplettieren die Galerie.

Abgeschrägte Streben, die nach oben konisch zusammenlaufen, tragen die Brettchen. Sie werden schuppenartig aufgeleimt. Dann erst die Außenbreite zuschneiden.

Böden und Wände werden aus 9 mm dickem, wasserfestem Sperrholz ausgesägt. Die Kanten per Hand oder mit Schwingschleifer glätten.

Die Wände an den Ecken verleimen, im unteren Bereich aufdoppeln, oben die Dreiecke einpassen und Tragleisten für die Platte anbringen.

Brettchen anmalen, Stücke als Schindeln abschneiden und mit wasserfestem Kleber (der farblos auftrocknet) auf die Wände setzen.

Knöpfe und Griffe für Möbel

meble uchwytyEin simpler Knopf tut es auch. Aber schöne Beschläge machen beim ständigen Auf und Zu viel mehr Spaß! Sie sind die Krönung für jeden Schrank. Eine Kommode mit Schüben, selbstgebaut, oder ein alter Schrank mit Türen: Mit individuellen Griffen wird etwas ganz Besonderes daraus. Auch ein alter Bauernschrank in der Diele macht mit richtigen Beschlägen mehr her.

Für viele der gezeigten Griffe muß man gar nicht so weit laufen: Sie sind in Baumärkten erhältlich, andere bekommt man bei Eisenwarenhändlern. Und wenn’s was Ausgefallenes sein soll: In größeren Städten findet man oft Studios, die sich ausschließlich mit Beschlägen für Türen, Fenster und Möbel befassen und ein großes Sortiment führen. Hier hilft der Blick ins Branchenbuch.

Beim Austausch hat man mit den Bohrungen selten Probleme: Hier erweisen sich einheitliche Bohr-abstände, die Rastermaße, als nützlich. So können die vorhandenen Bohrungen genutzt werden.

Neuartiger Schutz für rostige Metallteile

malowanie balustradyGrundieren, vorstreichen und lackieren in einem: mit Hammerit von Molto.

Ein Balkongeländer aus Eisen rostet leicht. Soll es neu gestrichen werden, müssen zuerst alle losen Rostteilchen mit einer Drahtbürste gründlich entfernt werden.
Mit einem Deltaschleifer, der besonders gut für solche Arbeiten geeignet ist, werden alle Metallstreben angeschliffen. Dann wird Hammerit-Metall-Schutzlack aufgetragen.
Hammeritlack wird ohne Grundierung und Voranstrich aufgetragen. Nach dem Prinzip eines Rostumwandlers werden auch verbleibende Rostpickel eingeschlossen.
Rostschutz auch per Spraydose.
Hammerit gibt es in zehn Farben. Zirkapreise: 250-ml-Dose (1,5 m²), 750 ml (4,5 m²), 400-ml-Spraydose (1 m²).

Ein Diener für den Herrn

Komoda dla mężczyznEin Bisley auch im Schlafzimmer? Warum nicht! Bedarf gibt’s allemal. Unser Vorschlag für ein Möbel mit Bisley: ein stummer Diener. Der Bisley-Schrank (BA 3/9, DIN A3, schwarz) erhält einen Sockel und einen Aufsatz aus 19 mm starker MDF-Platte. Der Aufsatz dient als Ablage für Jacken, Hosen, der Bisley-Schrank z. B. für Socken, Taschentücher, Accessoires.

Der Sockel besteht aus vier MDF-Platten, wobei die obere und untere Platte mit einem 45-Grad-Schnitt abgeschrägt wurden. Der Aufsatz besteht aus einer Rückwand, die mit der Deckplatte verleimt wird. In die Deckplatte haben wir an der linken und rechten Außenseite zwei Ausklinkungen mit der Stichsäge eingefügt. In der Mitte der Ausklinkungen sind zwei 10-mm-Bohrungen eingebracht, durch die ein Dübelstab geschoben wird. Über die Dübelstäbe haben wir noch PU-Rohrisolierung für 10-mm-Heizungsrohre gestülpt, die als Aufhänger für Hosen dienen -ein reizvolles technisches Detail. Die Oberseite der Rückwand wird mit zwei runden Formteilen in Bügelform aufgedoppelt, über die Westen und Jacketts gehängt werden. Alles in allem: Bisley at its.

Das Verleimen der oberen drei gleichgroßen Sockelplatten: Zulagen aus Reststücken fixieren die Platten und verhindern ein Verrutschen.

Ausklinkungen in der Deckplatte nehmen die „Hosenträger“ auf. Auf die Dübelstangen werden dann die Rohrisolierungen aufgeschoben.

Die zwei Bügel-Formteile werden mit Flachdübeln auf die Rückwand geleimt. Nach dem Lackieren werden die Spiegelfliesen aufgeklebt.