Farne fürs Zimmer – Ein Klassiker mit vielen Gesichtern

By | März 8, 2016

Es gibt überraschend viele verschiedene Farnsorten, die man prima miteinander kombinieren kann. Und fast alle sind robust, pflegeleicht und ideal für die Wohnung.

In den Salons eleganter Häuser gehörten Farne im vergangenen Jahrhundert zum modischen Muß. Nachdem sie eine Weile in Vergessenheit geraten waren, haben sie jetzt wieder einen Stammplatz in der Wohnung erobert. Zum einen, weil sie mit ihren prächtigen und je nach Art sehr unterschiedlich geformten Wedeln ein Stück tropischer Natur ins Zimmer holen, zum anderen, weil sie als Urwaldbewohner Schatten brauchen und auch dort noch gedeihen, wo andere Pflanzen verkümmern.
Das Lebenselixier der meisten Farne ist Luftfeuchtigkeit: Sie wachsen üppig, wenn sie mindestens einmal in der Woche mit kalkarmem Wasser besprüht werden. Um die Luftfeuchtigkeit in ihrer direkten Umgebung zu erhöhen, kann man die Töpfe auch in Wannen setzen, die mit feuchtem Blähton oder Torf gefüllt sind.
So sehr sie Feuchtigkeit brauchen, so wenig vertragen sie Nässe im Wurzelbereich. Deshalb ist darauf zu achten, daß die Pflanzerde sehr durchlässig ist und der Topf möglichst mehrere Wasserabzugslöcher hat, damit überschüssiges Gießwasser schnell abfließen und abgegossen werden kann. Sehr gut bekommt den Farnen ein Tauchbad: Der Topf wird dabei solange ins Wasser gesetzt, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Anschließend läßt man den Topf solange abtropfen, bis kein Wasser mehr herausläuft. Durch ein Tauchbad in lauwarmem Wasser werden gleichzeitig auch schädliche Salzanreicherungen aus der Pflanzerde gespült.
So robust Farne im allgemeinen sind, so empfindlich reagieren sie auf Pflanzenschutzmittel. Bei Schädlingsbefall sollte man die Pflanze deshalb erst einmal kräftig abduschen und für mehr Luftfeuchtigkeit am Standort sorgen. Bei besonders hartnäckigem Befall helfen Mittel wie Gelb- bzw. Blautafeln oder Nützlinge.

Vermehrung auf der Fensterbank – Die „Ableger“ der Farne, die man im Blumentopf findet, sehen zunächst nicht wie die Altpflanzen aus, sondern ähneln Blättern. Diese Vorkeime, sog. Prothallien, die sich aus den Sporen auf der Unterseite der Wedel entwickelt haben, sollte man auf der Erde liegen lassen, denn aus ihnen wächst nach der Befruchtung die neue Farnpflanze.

Zimmerfarne und ihre Pflege

Pflanzenname

deutsch

lateinisch Standort Wintertemperatur Pflegeansprüche
Frauenhaarfarn Adiantum hell, halbschattig mind. 20 Grad immer feucht halten
Geweihfarn Platycerium hell, halbschattig mind. 14 Grad regelmäßig tauchen
Nestfarn Asplenium hell mind. 18 Grad verträgt Trockenheit
Pellefarn Pellaea hell, sonnig um 15 Grad im Winter wenig gießen
Rippenfarn Blechnum hell, luftig mind. 16 Grad viel Luftfeuchtigkeit
Saumfarn Pteris hell, halbschattig 12 bis 18 Grad im Winter wenig gießen
Schildfarn Polystichum hell, ohne Sonne um 10 Grad zimmerwarm gießen
Schwertfarn Nephrolepis hell, etwas Sonne um 18 Grad mäßig feucht halten
Sichelfarn Cyrtomium hell, halbschattig 7 bis 10 Grad häufig besprühen
Tüpfelfarn Phlebodium schattig 12 bis 16 Grad verträgt trockene Luft

 

 

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