Gärten am Eigenheim

By | September 20, 2017

Ein Eigenheim mit Garten zu besitzen, ist der Traum vieler Familien. Dahinter steht der Wunsch nach Licht, Luft, Sonne, die Freude an selbstangebau-tem Obst und Gemüse, an Blumen – an der selbst geschaffenen Umwelt.

Der Garten am Eigenheim kann viele, jedoch nicht alle Wünsche erfüllen. Selbst große Grundstücke könnten das kaum; ganz abgesehen davon, daß so viel Land für eine Familie nicht zur Verfügung steht. Ein großer Garten würde außerdem für den Besitzer eine kaum zu bewältigende Belastung bedeuten. In neuen Siedlungen sind für Grundstücke am Einzelhaus 350 bis 500 m2 vorgesehen.

Damit ergeben sich nutzbare Gartenflächen, die wie im Kleingarten ausreichen, einer Familie Platz für Erholung zu bieten und sie vor allem auch mit Obst und Gemüse zu versorgen.

Grundsätzlich läßt sich ein Grundstück am Einzelhaus gliedern in Vorgarten, Haus- und Garagenbereich, Wohn-gartenteil und Nutzgarten. Unter Wohn-garten werden alle Einrichtungen verstanden, die der Erholung dienen, Rasenflächen und Blumenpflanzungen eingeschlossen. Der Nutzgarten umfaßt Flächen, auf denen Pflanzen zur Ernährung angebaut werden Lage und Größe der einzelnen Teile hängen ab von der Form des Grundstücks und von persönlichen Vorstellungen. Eine neue Einstellung zu Garten und Pflanzen zeigt sich heute im verstärkten Anbau von Nutzpflanzen; viele empfinden Freude am Garten besonders darin, daß Obst und frisches Gemüse für die ganze Familie selbst herangezogen wird. Außerdem sieht ein blühender und Früchte tragender Obstbaum ebenso schön aus wie manches Ziergehölz. Selbstverständlich werden Möglichkeiten-der Entspannung und Erholung für alle Gärten gewünscht.

Zwei Beispiele von Gärten am Einzelhaus mit 500 m2 Größe sollen zeigen, wie Nutz- und Wohngartenteile etwa zu gleichen Teilen angeordnet werden können.

Dieses Eigenheim gehört einer Familie mit Kindern. Sie wünscht sich einen Garten mit Rasenfläche, will aber auch Obst und Gemüse nicht missen. Der Garten  ist geteilt in einen Wohngarten, der hinter dem Hause liegt, den Nutzgarten mit Gemüse- und Kräuterbeeten an den Seiten und den Vorgarten. Dort wachsen Erdbeeren und am Eingangsweg Blumen.

Der Blick von der nach Süden gelegenen Terrasse fällt auf den mit Obstbäumen umstellten Gartenraum. Die Rasenfläche in der Mitte setzt sich unter den Bäumen fort bis zur Himbeer- und

Brombeerpflanzung an der Grundstücksgrenze. Weiteres Beerenobst ist an der östlichen Seite gepflanzt. In den Grundstücksecken unter den Obstbäumen stehen Schatten vertragende Zier-gehölze.

Befestigte Wege gibt es vom Eingang bis zur Terrasse. An den Gemüseflächen sind Nebenwege getreten, die Pflegekante zum Rasen hin besteht aus flach verlegten Kantensteinen.

Dieses zweite Gartenprogramm entspricht dem des vorangestellten Eigenheimes. Es liegt aber auf der anderen Straßenseite, d.h., die Sonne fällt auf den Vorgarten, während die Rückseite des Hauses beschattet ist. Um zu verhindern, daß auch die Terrasse im Norden liegt, ist das Haus an die östliche Gartenseite bis auf den erlaubten Grenzabstand (den Bauwich) herangerückt und so gedreht worden, daß die Terrasse auf der Westseite liegt. Sie wird vom Wohngarten umgeben. Den Sichtschutz zur Straße übernimmt eine geschnittene Hecke. Hinter dem Haus liegt der Obst- und Gemüsegarten. Solange die Obstbäume klein sind, können Unterkulturen angelegt werden.

Will man die Terrasse auf der Nordseite lassen, empfiehlt es sich, einen sonnigen zweiten Sitzplatz im rückwärtigen Teil des Gartens anzulegen.

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