Im Frühbeet beginnt die Gartensaison

By | April 3, 2016

Im Frühbeet beginnt die Gartensaison. Draußen herrscht winterliche Kälte, doch im Frühbeet wächst schon etwas. Wie Sie den Boden vorbereiten und was Sie säen und pflanzen können, erfahren Sie hier.

Wärme, Licht und Feuchtigkeit sind die drei Dinge, die Samen zum Keimen und Pflänzchen zum Wachsen bringen. Alle drei Bedingungen sind im Frühbeet erfüllt, wenn im Garten noch winterliche Ruhe herrscht. Frühere und höhere Erträge, Schutz vor Luftverschmutzung und vor Mitessern wie Kaninchen sind Gründe genug, sich einen solchen Kasten zuzulegen. (Oder selbst zu bauen! Lesen Sie dazu ab Seite 98.)

Für die Bodentemperatur ist vor allem die Zusammensetzung der Erdpackung verantwortlich. Am besten geeignet ist frischer Mist (Pferdemist), der beim Prozeß der Verrottung viel Wärme entwickelt.

•    Wenn kein frischer Mist zu bekommen ist, hilft auch eine Packung aus Laub oder feuchtem Stroh, die mit Kalkstickstoff versetzt wird. Die erste Mistpackung wird 60 cm hoch gepackt. Sobald es draußen wärmer wird, reichen 40 cm.

•    Damit die Wärme im Inneren nicht verloren geht, wird der Kasten auch von außen mit Mist, Laub oder Styroporplatten gegen Kälte isoliert.

•    Die Lufttemperatur, die bei schönem Wetter stark anstei-gen kann, wird durch Lüften reguliert. Dabei werden die Fenster immer zur windabge-wandten Seite geöffnet.

•    Zwei Thermometer helfen, die richtige Temperatur zu halten: Eins wird 5 cm tief in den Boden gesteckt, mit dem anderen wird die Lufttemperatur gemessen. Sobald es wärmer als 20 °C ist, wird gelüftet.

•    Bei längerer Sonneneinstrahlung muß das Frühbeet beschattet werden. Beschattung ist auch an klaren Tagen notwendig, die auf eine längere Phase mit trübem Wetter folgen, denn in dieser Zeit sind die Pflanzen empfindlicher gegen Licht geworden.

•    Die jungen Pflanzen müssen immer gleichbleibende Feuchtigkeit haben. Gegossen wird mit temperiertem (möglichst 18 °C) warmem Wasser.

•    Gegossen wird immer tagsüber: Die Verdunstungskälte wird dann ausgeglichen, weil die Sonne die Luft erwärmt.

•    Zum Arbeiten im Frühbeet wartet man auf einen möglichst warmen, windstillen Tag, damit der Kasten bei abgedeckten Fenstern nicht zu stark auskühlt. In jedem Fall sollten die Abdeckplatten so kurz wie möglich und nur in dem Bereich abgedeckt werden, in dem man arbeitet.

•    Da die Pflanzen rasch und auf engem Raum wachsen, haben sie einen hohen Nährstoffbedarf. Geeignet ist nur Mineraldünger, weil er für die Pflanzen schnell verfügbar ist.

Gärtnern mit dem Frühbeet: Die besten Tips fürs Säen und Pflanzen

Frischer Pferdemist gibt beim Verrotten eine Menge Wärme ab und ist deshalb als Unterlage im Frühbeet eine ideale „Heizung“.  Die Saatrillen sind am besten zu erreichen, wenn man ein breites Brett über den Frühbeetkasten legt, auf das man sich zum Säen hockt.  Setzlinge, die an einem kühlen Ort im Haus vorgezogen wurden, werden ins Frühbeet gesetzt, sobald sie zwei bis drei Blattpaare haben. Backsteine, mit schwarzer Folie bedeckt, erwärmen sich leicht, speichern die Wärme und geben sie an den Raum unter Glas ab.  Matten aus Reet und Stroh sind eine wärmende Abdeckung in kalten Nächten. Für diesen Zweck eignet sich auch transparente Noppenfolie. Feldsalat wächst den ganzen Winter über im Frühbeet, fast alle anderen Gemüse werden hier vier bis sechs Wochen früher als im Freiland geerntet.

Was Sie jetzt säen oder pflanzen

•    Salat und Kohlrabi wer den Anfang Februar direkt ins frisch gepackte Frühbeet gesät. Wichtig: Salat muß als Sorte zum Treiben gekennzeichnet sein.

•    Radieschen und Rettich sät man ein paar Wochen später ins etwas abgekühlte Beet. Sie vertragen nicht zu viel Wärme.

•    Alle Gemüse- und Blumensorten für den Garten werden ab Anfang März im Frühbeet ausgesät und später ausgepflanzt. Damit erreicht man einen Erntevorsprung von drei bis vier Wochen.

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