Jetzt die Bäume beschneiden

By | Februar 28, 2016

Obstbäume werden regelmäßig geschnitten, damit sie gesund bleiben und gut tragen. Die beste Zeit für diese Arbeit ist während der langen Wachstumsruhe im Winter.

Licht und Luft halten den Baum gesund: Zu dichte Kronen werden stärker von Pilzkrankheiten befallen als ausgedünnte, und Früchte, die sich in vollem Sonnenlicht entwickeln können, sind süßer und enthalten mehr wertvolle Inhaltsstoffe als solche, die im Schatten reifen.
Um richtig zu schneiden, muß man einige Prinzipien kennen.
• Die Knospen an der höchsten Stelle des Triebes wachsen am stärksten. Deshalb werden tieferliegende beim Kronenaufbau weggeschnitten.
• Bei waagerechten Trieben entwickelt sich aus Knospen an der Oberseite Fruchtholz, das Blütenknospen ansetzt. Man schneidet zur Seite oder nach unten zeigende Ansätze.
• Wenn Äste sich unter der Last von Früchten nach unten biegen, entwickeln sich am höchsten Punkt, dem Scheitelpunkt, neue Triebe. Hinter ihnen schneidet man den Ast bei einem Verjüngungsschnitt.
• Kräftige Äste entwickelt ein Baum nach starkem Schnitt, sehr viel weniger neues Holz bildet er nach schwachem Rückschnitt. Das bedeutet: Ein schwacher Rückschnitt fördert die Bildung von Fruchtholz, starker das Längenwachstum und den Kronenaufbau.

Über Kreuz wachsende Äste sind unerwünscht. Herausgeschnitten wird hier der nach unten weisende Trieb. Eine Astschere eignet sich für den Schnitt bis zu 2 cm dicker Triebe. Für stärkere Äste nimmt man eine Baumsäge. Schnittstellen mit mehr als 4 cm Durchmesser behandelt man mit Wundverschlußmittel.
Die wichtigsten Regeln für den Obstbaumschnitt – Zwei parallel wachsende Spitzentriebe behindern sich gegenseitig im Wachstum und stehen außerdem in diesem Fall zu dicht beeinander. Der schwächere Trieb wird deshalb mutig an der Ansatzstelle ganz herausgeschnitten. So wird eine gute Krone aufgebaut. Viele dicht stehende Fruchtholztriebe machen sich gegenseitig Konkurrenz. Außerdem gelangen nicht genug Licht und Luft an Blätter und Früchte, die Früchte bleiben kleiner, und durch dichtes Blattwerk breiten sich Pilzerkrankungen leichter aus. Hier hilft der Schnitt. Nach unten wachsende Holztriebe werden beim Auslichten der Krone ganz herausgeschnitten, denn nur an waagerecht wachsenden Trieben kann sich Fruchtholz für die Blütenknospen bilden. Triebe wie diese sorgen nur für unnötig viel Schatten.

Wie oft muß der Baum geschnitten werden?
• Apfel und Birne: Nach dem Pflanzschnitt wird in den ersten vier bis fünf Jahren die Krone aufgebaut, danach wird nur ausgelichtet. Zehn Jahre alte Bäume bekommen einen Verjüngungsschnitt.
• Pflaume: In den ersten vier bis fünf Jahren wird eine lichte Krone aufgebaut, die Leitäste jährlich gekürzt. Danach wird gelichtet, kahl werdende Äste kräftig gekürzt.
• Sauerkirsche: Wird nur mäßig geschnitten. Ausgelichtet wird im Sommer, zurückgeschnitten im Frühjahr.
• Süßkirsche: Schwach wachsende Bäume schneidet man in den ersten Jahren wenig. Nur die Leitäste werden im Frühjahr eingekürzt.

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