Kleine Flamingoblume – Anthurium hortulanum

By | Juni 21, 2017

KLEINE FLAMINGOBLUME

Anthürium hortulänum Birdsey syn. A. scherzerianum Schott

Familie: Aronstabgewächse – Aräceae

Name: Anthürium (n.) von änthos griech. = Blüte und ourä griech. = Schwanz, Schweif (bezieht sich auf die Form des gedrehten Blütenkolbens, der im Namen „Flamingoblume“ mit dem schlanken Hals dieses exotischen Vogels verglichen wird); hortulänus, -a, -um lat. = Garten- (die heute kultivierten Formen entstanden durch züchterische Bearbeitung der Wildart); scherzeriänum nach dem Arzt K. Scherzer, Reisebegleiter des österreichischen Gärtners H. W. Schott, der die Art 1857 aus Guatemala nach Europa einführte und benannte.

Herkunft: Tropische Regenwälder Südamerikas.

Blütezeit: Fast während des ganzen Jahres, Hauptblütezeit Februar bis Mai.

Anzucht: Durch Teilen älterer Pflanzen mit mehreren Stammköpfen; Massenanzucht in der Gärtnerei durch Aussaat.

Pflegeansprüche: Dem natürlichen Vorkommen im tropischen Regenwald gemäß benötigen die Pflanzen viel Wärme und Feuchtigkeit. Sie sollen hell, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und (möglichst auch im Winter!) bei 16 bis 20 °C stehen. Zugluft ist unbedingt zu vermeiden. In der warmen Jahreszeit soll reichlich gegossen und durch Übersprühen der Blätter (nie der Blüten!) für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Im Winter wird weniger bewässert, jedoch dafür gesorgt, daß der Topfballen nie austrocknet. Die Pflanzen sind sehr empfindlich gegen kalkhaltiges Wasser; zum Gießen und Spritzen sollte nach Möglichkeit Regenwasser verwendet werden. In der Wachstumszeit (von April bis September) kann man alle 14 Tage flüssig düngen.

Ein Umtopfen, das etwa alle 2 Jahre erforderlich wird (vor allem dann, wenn die Wurzeln aus dem Topf herauswachsen), nimmt man im Frühjahr vor. Dabei ist größte Vorsicht geboten, weil die Wurzeln leicht brechen. Als PflanzstofF dient eine recht durchlässige, brockige Erdmischung (Lauboder Misterde mit Torfzusatz). Da Anthurien gegen stehende Nässe sehr empfindlich sind, gibt man unten in den Topf eine starke Schicht Scherben oder Kies.

Besonderes: Die sehr dekorative Blatt- und Blütenpflanze eignet sich vor allem für geschlossene, heizbare Blumenfenster und Pflanzenvitrinen, gedeiht jedoch auch gut im Zimmer, wenn für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt ist. Am besten hüllt man die Töpfe in Torfmoos (Sphagnum), das ständig feucht gehalten wird. Durch das Verdunstende Wasser ist die Pflanze von feuchter Luft umgeben.

Anthurium eignet sich für Hydrokultur; als Substrat werden Kies, Splitt oder Kunststoffborste empfohlen. Zu hoher Nährlösungstand ist zu vermeiden !

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