Alles über Betonsteinplatten – Beläge für Terrassen und Wege

By | März 29, 2016

Wer für Terrasse oder Wege einen haltbaren Belag sucht, findet ein immenses Angebot verschiedenster Platten aus Betonstein. Die altbewährte Waschbetonplatte mit bunt gemischten Kieseln gibt es zwar immer noch, sie wird jedoch mehr und mehr von anderen Terrassenplatten verdrängt, und deren Zahl ist inzwischen beinahe unübersichtlich angewachsen. Manche Baustoffhändler oder -märkte bieten häufig mehr als 100 verschiedene Musterplatten an. Bevorzugt werden heute vor allem Platten mit hellfarbigen Granitoberflächen und solche mit feinen Ornamenten aus Natursteinsplitt. Terrassenplatten werden von vielen Betonwerken hergestellt, darunter Standardmodelle, die sich überall gleichen, oder zumindest sehr ähnlich sind. Daneben produzieren viele Werke eigene Muster und Formate, die man nur regional vorfindet da Transporte selten über weite Strecken unternommen werden. Das große Gewicht der Platten verursacht hohe Speditionskosten. Terrassenplatten gibt es in den gängigen Maßen 40x40x5 cm und 50 x 50 x 6 cm. Dazu findet man noch halbe Platten von 50 x 25 x 6 cm und einige verschiedene Sondermaße und Formen, die gängigsten sind Dreiecksformate sowie runde Formplatten.

Der Aufbau der Platten
Betonsteinplatten bestehen aus zwei Schichten. Die untere Schicht (Unterbeton) bildet etwa vier Fünftel der Platte. Sie ist aus Zement, Sand und grobem Kies angemischt. Die obere, veredelte, dünne Schicht (Vorsatzbeton) gibt der Platte ihr Aussehen. Sie kann mit Kieseln oder mit feinerem oder gröberem Natursteinsplitt (Sieblinie) belegt sein, wodurch eine natürliche Farbgebung entsteht. Ferner kann man die Oberflächen mit Zementfarben einfärben, die es als Pulver oder flüssige Farben gibt.
Die obere Schicht ist häufig weiter bearbeitet. So können bei den sogenannten Strukturplatten Schiefermuster aufgeprägt sein oder auch gerade oder bogenförmige Rillen, die etwa Klinkerstrukturen oder Kleinpflaster darstellen. Mehrere solcher Platten lassen sich zu größeren Musterflächen auslegen. Nach der Farbgebung und Prägung unterscheidet man die weitere Oberflächenbehandlung danach, ob die Platten gewaschen, mit Wasser oder mit Sand gestrahlt oder geschliffen werden. Bei den meisten Terrassenplatten werden die oberen Kanten gebrochen. Das ergibt ein klares Verlegebild und schützt ferner die Plattenkanten vor Beschädigung.
Beim Kauf der Terrassenplatten spielt die Struktur der Oberfläche nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch wegen ihrer Rutschfestigkeit eine Rolle. So sollte man für nicht überdachte Terrassen keine geschliffene Platte wählen. Bei überdachten Terrassen oder bei Wintergärten kann man sogar Platten mit polierten Oberflächen nehmen. Wichtig ist auch, daß man keine hellen Platten aussucht, wenn Bäume oder gar Obstbäume in der Nähe stehen. Beim Kauf sollte man erfragen, ob die Platten versiegelt worden sind. Versiegelungen lassen sich auch nachträglich auftragen. Sie mildern die Verschmutzung und betonen die Farben. Viele Herstellerfirmen empfehlen Präparate zur Imprägnierung und Versiegelung für ihrer Produkte. Wichtig ist, daß man die Platten vor dem Anstrich mit einem Hochdruckreiniger säubert.

Wenn Betonplatten ausblühen – Bei Terrassenplatten, vor allem bei neueren Produkten, können häßliche weiße Kalkausblühungen entstehen. Meist verschwinden diese Flecken durch Witterungseinflüsse in wenigen Wochen. Man kann aber auch mit Zementschleier-Entferner nachhelfen. Danach sollte man die Platten imprägnieren oder versiegeln.

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