Alles über Pflastersteine – Betonsteine für Weg und Terrasse

By | April 14, 2016

Betonsteinpflaster kann man zu Wegen, Auffahrten oder Sitzplätzen verlegen. Viele Farben und Formen stehen zur Verfügung. Betonsteinpflaster gibt es seit Ende der vierziger Jahre. Als wieder Zement zur Verfügung stand, wurden von den ersten Betonwerken Pflastersteine für Wege und Plätze hergestellt. Die ersten Steine wurden den Ziegelformaten nachgebildet. Das waren sogenannte Quadrat- und Rechtecksteine, alle im tristen Betongrau. Später kamen dann Wabensteine hinzu, und 1953 wurde der erste Vollverbundstein zum Patent angemeldet – eine sehr praktische Erfindung, da diese Steine mit ihren ringsum angeformten Zähnen, die Stein für Stein ineinandergreifen, eine sehr fest verzahnte, stabile Fläche bilden. Großen Betonplatten gegenüber haben die kleineren Steine den Vorteil, daß sie sich durch ihr geringeres Gewicht leichter verlegen lassen und daß die damit belegten Flächen vorgegebenen Formen besser angepaßt werden können. Wer Terrassen und Wege gerne mit interessanten Mustern versehen möchte, hat mit den kleinen Steine die besseren Möglichkeiten. Reizvolle Muster entstehen auch, wenn Platten und Steine gemischt verlegt werden.

Verschiedene Formen
Mit den verschiedenen Formen hat sich auch das triste Grau verabschiedet. Heute sind die Oberflächen gestrahlt, geflammt, geschliffen, gekörnt, und sie tragen rote, gelbe, braune, weiße und blaue Farbe, und das auch noch in vielen Abstufungen. Die Betonsteine werden in Formen gepreßt, wobei die untere Schicht, der Kernbeton, gröbere Zuschläge erhält und die obere, veredelte Schicht, etwa nur 10 mm stark, gefärbt wird und feinere Zuschläge wie Quarzsande, Natursteinsplitte und Glas enthält. Sie geben dem Stein sein Aussehen. Die Stärken der Betonsteine betragen 60, 80 und 100 mm. Je nach Verwendungszweck werden stärkere oder dünnere Steine ausgewählt.
Für einen Gartenweg wird man einen 6 cm starken Betonstein wählen, während für stärkere Belastungen, etwa bei einer Wagenauffahrt, ein 10 cm Stein zu empfehlen ist. Die Auswahl der Steinformate hängt vom Verwendungszweck ab. Für eine rechteckige Terrassenfläche kann man auch rechteckige Steine wählen, entweder in einer Größe, ganz schlicht oder in verschiedenen Größen gemischt. Ferner kann man ein Randmuster in einer anderen Steinfarbe einbauen oder auch ein Zentralmuster, etwa eine kreisrunden Fläche oder ein diagonal eingesetztes Rechteck. Für einen Gartenweg, vor allem, wenn er auch in Kurven geführt werden soll, wird man ein Steinprogramm aussuchen, das auch Kurvensteine (Kreissteine) enthält. Wenn der Betonstein dann noch eine braune, zum Erdreich passende Farbe hat, wirkt er in der Umgebung sehr natürlich.

Viele Steinprogramme
Viele Betonsteinformen können bei den unterschiedlichsten Händlern bezogen werden, andere werden nur regional von den Betonsteinwerken geliefert. Am besten geht man zuerst zum nahegelegenen Baustoffhändler und schaut sich dort die ausgestellten Betonsteinmuster an. Dazu kann man noch Prospekte und Kataloge mitnehmen. Wenn man die passenden Steine ausgesucht hat, fertigt man eine möglichst maßstabsgenaue Zeichnung an, für einen Weg, eine Auffahrt oder einen Sitzplatz. Einige Hersteller haben gerasterte Bögen, in die man zumindest die Rand-und Abschlußsteine eintragen sollte. Die Flächen lassen sich nach Quadratmetern berechnen. Nach diesen Angaben wird beim Händler bestellt.

Die Preise richten sich nach der Abnahmemenge und natürlich nach der Art der Betonsteine. Ein schlichter Rechteckstein, grau oder rot gefärbt, kostet weniger als ein Stein mit teuren Zuschlägen aus Natursteinsplitt, der noch sandgestrahlt wird. Die Betonsteinpreise reichen von etwa 8 bis zu 50 Euro pro m2. Wichtig bei der Verlegung der Betonsteine ist ein solider Unterbau. Zuerst wird eine Tragschicht aus Sand oder Splitt in 15 bis 20 cm Stärke aufgebracht. Darauf kommt ein Feinplanum von etwa 5 cm Stärke aus gewaschenem Verlegesand. Diese Schicht gut mit einem Rüttler verdichten, eben und glatt abziehen und die Steine auflegen. Anschließend mit sehr feinem Sand ausfugen, schlemmen und mit einem Rüttler verfestigen und ausgleichen.

Betonsteine immer pflegen – Verschmutzungen der Steine kann man mit hartem Besen oder mit dem Hochdruckreiniger entfernen. Vor allem helle Steine lassen sich mit Steinkonservierung und anschließender Imprägnierung schützen. Bei neuen Betonsteinen können weiße Kalkausblühungen auf-treten. Sie verschwinden meist nach einigen Wochen.

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