Ein Kellerraum wird zum Heizöllager – Beschichten mit Spezialfarben – Teil 2

By | September 12, 2017

Mit Coelispat, der gebrauchsfertig gelieferten Spachtelmasse auf Kunststoffbasis, werden letzte Unebenheiten im Putz sowie Risse im Bodenestrich zugespachtelt.
Mit demselben Material sollte man auch die Übergänge vom Boden zu den Wänden sowie die Raumecken zu Hohlkehlen ausformen. Hilfsmittel: eine Rasche.
Ein kleiner Trick, damit auch die Hohlkehlen eine schöne, makellose Oberfläche bekommen: Man streicht den frischen Spachtel mit einem feuchten Pinsel glatt.
Ein breites Malerklebeband, das auch auf dem Anstrich des Mauerwerks haftet, dient als obere Begrenzung für den in drei Schichten aufzutragenden Ölstopanstrich.
Der Grundierungsanstrich, 1:1 mit Wasser verdünnt, dringt tief in die Putzschicht ein. Darauf folgen je eine Ölstop-farbschicht in Rot und eine in Hellgrau.
Mit Porenbetonsteinen wird die Türöffnung zugemauert, nachdem die Tanks aufgestellt sind. Auch diese Wand bekommt eine Mörtelkehle und wird beschichtet.

Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Vorbereiten des Mauerwerks. Lose Mörtelstellen müssen ausgekratzt und neu verputzt oder zugespachtelt werden, Salpeterausblühungen sollten beseitigt sein, und Risse im Estrich oder Beton des Kellerbodens gehören ebenfalls ausgekratzt und zugespachtelt.

Eine Maßnahme gegen Risse in der Außenhaut ist auch der für Heiz-ölauffangwannen vorgeschriebene Wandputz, der entsprechend der DIN 18550 in einem Zementputz der Putzmörtelgruppe P 3 ausgeführt werden muß. Das Material gibt es im Baustoffhandel – und nach ein wenig Einübungszeit schaffen es auch Untrainierte, eine gleichmäßig dicke Schicht auf die Wandfläche aufzuziehen. Hat der Putz kurz abgebunden, glättet man die Fläche mit einem hölzernen Reibebrett – auch dies ist eine Forderung des Gesetzgebers. Das übrigens ist nicht weiter schwer. Denn das Verputzen der Tankraumwände muß nicht raumhoch geschehen, sondern nur bis zu der Höhe, die als Wanne nötig ist, um den Inhalt aller dort befindlichen Tanks aufzufangen. Bei einem Einfamilienhaus dürfte das selten mehr sein als etwa die halbe Raumhöhe. Auch eine Maßnahme gegen Risse ist das Anlegen der Hohlkehlen in allen Raumecken und dort, wo der Boden in die Wandfläche übergeht. Man kann sie mit Putzmörtel auf Zementbasis herstellen oder -glatter und besser formbar – mit Coe-lispat-Spachtel-masse, die zu einer zäh elastischen Schicht aushärtet. Bei dickerem Spachtelauftrag ist es nötig, der Spachtelmasse eine 20prozentige Zementschlemme zuzumischen. Sind die Hohlkehlen durchgetrocknet (je nach Schichtdicke und Raumtemperatur etwa zwölf bis 24 Stunden), beginnt man mit dem Aufbringen des Coeplan-Ölstop-Anstrichs.

Eine Haut aus drei Schichten

Es handelt sich dabei um eine lösemittelarme Kunstharzdispersion, die gebrauchsfertig geliefert wird. Für die Grundierung mischt man die graue Dispersionsfarbe mit einem Volumenanteil Wasser und trägt sie auf Wand und Boden auf. Der nächste, unverdünnte Anstrich erfolgt in Rot, was bewirkt, daß man gleich sehen kann, ob alles gut deckt. Ein unverdünnter Anstrich in Hellgrau schließt die Prozedur der Ölstopbeschichtung ab. Der Materialverbrauch liegt bei rund 700 ml pro Quadratmeter Gesamtbeschichtung. Damit auch Ihr Heizöllieferant erkennen kann, daß richtig beschichtet wurde, wird jede neue Farb-schicht etwa ein bis zwei cm unterhalb der vorangegangenen angelegt.

Beschichtung nicht verletzen – Auch wenn der Coeplan-Ölstop-Schutzanstrich vom Deutschen Institut für Bautechnik geprüft und zum Beschichten von Beton-, Putz- und Estrichflächen für Auffangwannen zugelassen ist: Seine Oberfläche sollte mit Vorsicht behandelt werden. Erst zehn Tage nach dem letzten Anstrich ist die Fläche für Montagearbeiten belastbar. Die Heizöltanks sollten beim Aufstellen dennoch nicht über den beschichteten Boden geschoben, sondern mit Vorsicht darauf abgesetzt werden.

 

 

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