Eine Anrichte in edler Birke vol.2

By | April 13, 2016

Eine AnrichteEin kurzer Blick auf die wichtigsten Arbeitsschritte

Die vierzehn durchnumerierten Fotos auf dieser Seite sollen Ihnen als Orientierung dienen, damit Sie sich schon einmal mit den wichtigsten Arbeiten vertraut machen können, die beim Herstellen unserer Anrichte anfallen. Das beginnt mit dem Zuschneiden der Einzelteile auf der Tischkreissäge, setzt sich fort mit dem Anfertigen der Dübelverbindungen – und man kann auch erkennen, wie die markanten Ecken der Schrankvorderseite entstehen.

Versierten Heimwerkern wird schon beim Betrachten einzelner Bildausschnitte klar, daß handwerkliche Sorgfalt an erster Stelle steht, damit die Anrichte so gut gelingt, wie wir sie auf der voranstehenden Seite abgebildet haben. Ob sich Ihr Möbel später so perfekt präsentieren kann wie unser Musterstück, hängt in erster Linie von Ihrer Sorgfalt und der Leistungsfähigkeit Ihrer Tischkreissäge ab. Das wird bei den auf 22,5 Grad Schnittwinkel zugesägten Rahmenecken, Li-senen und Eckstücken besonders augenfällig. Die werden nämlich ohne Nachbehandlung direkt miteinander verleimt (siehe Bild 5). Die mit drei Nuten versehene Zier-blende wird später einfach aufrecht davorgeleimt.

Besonders gefordert wird die Tischkreissäge aber beim Anfertigen der Rahmenfüllungen. Die nach Stückliste (Sie finden sie auf dem Bauplan) zugeschnittenen Leimholzplatten müssen zuerst ringsum aufrecht am Hilfsanschlag über das Sägeblatt geführt werden (Bild 7). Dabei müssen Sie in der Regel die volle Schnittiefe Ihrer Tischkreissäge nutzen. Um die Kassettenform herauszuarbeiten, wird die Füllung anschließend flach liegend über die auf etwa 6 mm Schnittiefe eingestellte Tischkreissäge geführt.

Die Holzstücke, die als Zierecken an die drei Böden geleimt werden, sollten so zugeschnitten sein, daß sich die Maserung der Platten darin fortsetzt. Der Schrankkorpus und der Aufsatz für die Schubkästen werden separat hergestellt und verleimt. Und dann wird alles zusammengeleimt bzw. -geschraubt – und Ihre klassische Anrichte ist fertig.

Aus großen Leimholzplatten zuschneiden müssen Sie Rahmenhölzer, Leisten und Füllungen. Die Tischkreissäge ist absolut unentbehrlich!   Die Sacklöcher in die Hirnenden der Querstücke bohren Sie nach Anriß mit einer Bohrlehre. Mehrere Rahmenhölzer fest zusammenspannen.   Mit Dübelmarkern, in die Bohrungen der Querstücke gesetzt, werden die aufrechten Rahmenstücke markiert. Ein Winkel dient als Anlage.  Auf 22,5 Grad Schnittwinkel stellen Sie das Sägeblatt ein, um die Vorderkanten der seitlichen Rahmen sowie die Eckstücke zuzuschneiden.  Mit breitem Klebeband fixieren Sie die Schrankecken in ihrer endgültigen Form, bis der Leim auf den Kontaktflächen gut ausgehärtet ist.  Eine Oberfräse und einen V-Nut-Fräser benötigen Sie, um in die 6 cm breite Zierblende drei gleich lange und tiefe Ziernuten einzulassen.

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