Kein Platz verschenkt – vol.2

By | März 8, 2016

Schiebetüren im Selbstbau: Für die Oberflächen wählen Sie Ihr ganz eigenes Dekor

Bei den hier gezeigten Türsystemen werden nur die Einzelteile für die Türrahmen geliefert. Die Türflächen, also die Füllungen der Rahmen, können Sie selbst gestalten und dann einsetzen. Diese Füllungen dürfen bis 10 mm dick sein und werden in die Nuten der Rahmenteile geschoben. Es kann sich dabei um Sperrholz, Spanplatte oder echtes Glas bzw. Spiegel handeln. Bei Glas reicht eine Dicke von 4 mm. Es wird durch ein Gummiprofil gehalten.

Die eingesetzten Holzplatten können furniert, tapeziert mit Stoff bzw. Folie bespannt oder, wie bei unserem Schrank, mit dekorativem Linoleum beklebt werden. Als Anregungen für Ihre Türgestaltung zeigen wir oben einige Beispiele.

Immer beide Seiten behandeln. Dünne Holzplatten, gleichgültig ob Sperrholz oder Spanplatte, werden bei unsachgemäßer Behandlung leicht krumm und wölben sich nach einer Seite. Das passiert, wenn nur eine Seite tapeziert oder gestrichen wird. Um das zu vermeiden, muß eine Gegenkaschierung aufgebracht werden. Was auf der Vorderseite geschieht, muß also auch auf der Rückseite vorgenommen werden. Damit sich die durch die Feuchtigkeit des Klebers auf der Vorderseite auftretende Spannung aufhebt, beklebt man die Rückseite ebenfalls mit Tapete oder einem billigen festen Packpapier aber mit dem gleichen Klebstoff oder Kleister. Entsprechend verfährt man auch bei aufkaschierten Stoffen oder bei Fo.

Beim Einkauf oder der Bestellung der Teile für eine Türenfront aus dem Raum-plus-System gibt es zwei Möglichkeiten. Sie kaufen Schienen und Profile in Standardlängen und schneiden sie auf die für Ihren Schrank erforderlichen Abmessungen zu, oder Sie überlassen diese Arbeit dem Lieferanten.

Aus Standardlängen lassen sich Türen bis zu einer maximalen Höhe von 2,75 m und einer Breite von 1,21 cm her-stellen. Für alle kleineren Maße müssen die Profile entsprechend abgelängt oder geteilt werden.
Alle Türen einer Schrankfront sollten die gleiche Breite haben. Die langen Seitenprofile der Türen brauchen an den Enden Bohrungen, die für das Zusammenfügen der Ecken nötig sind. Für die genaue Position dieser Löcher werden aufkleb-bare Bohrschablonen mitgeliefert. Sollen Türen abgeschrägt werden, muß man die Seitenprofile teilen, der Dachneigung entsprechend auf Gehrung zuschneiden und dann mit einem gelenkartigen Eckbeschlag zusammenfügen. Reicht eine Tür dann nicht mehr bis zu der waagerechten Deckenschiene, wird als obere Führung der Tür eine Schiene vor die Kante eines festen Bodens geschraubt. In diese Schiene greift ein Gleiter, der von hinten gegen die Innenseite der Tür geschraubt wird. Angeschrägte Türen bekommen oben nur einen Führungsgleiter.
Wollen Sie das genaue Zuschneiden der Profile lieber dem Hersteller überlassen, müssen Sie dazu eine exakte Zeichnung der Schranknische anfertigen und einsenden.

So meistern Sie Deckenprobleme

Raumhöhenausgleich. Ist die Zimmerdecke höher, als der Schranktürbausatz es vorsieht, kann die obere Laufschiene mit einem Beschlag abgehängt werden. Der Beschlag besteht aus drei Teilen: einem Deckenflansch, der eine stabile Befestigung an der Decke zuläßt, einem Verbindungsrohr und dem unteren Fuß, an den die Schiene geschraubt wird. Das Rohr kann so gekürzt werden, daß Abhängungen von 12 bis 45 cm möglich sind. Bei ungleich hohen Decken oder leichten Schrägen kann man die Deckenschiene mit diesen Beschlägen auf eine Höhe bringen (Roland-System).

Dachschrägenausgleich.
Deckenschienen für Gleittüren an Dachschrägen anzubringen ist häufig problematisch. Mit dem hier gezeigten Ausgleichsstück, das sich auf jede Dachneigung einstellen läßt, ist die Montage einfach und sicher. In gleichmäßigen Abständen von ca. 60 cm schraubt man die Oberteile gegen die Decke, setzt die Unterteile ein, richtet sie aus und schraubt die Deckenschiene dagegen. Wie die Beschläge für den Raumhöhenausgleich (links) bietet auch der Dachschrägenausgleich die Befestigungsmöglichkeit für eine Abdeckblende (Roland-System).

So geht’s auch: Schiebetüren aus Holzplatten, fix montiert, schön dekoriert

Für Gleit- oder Schiebetüren gibt es auch preiswerte Systeme oder einfache Schienen und Rollen, an die selbstgebaute Rahmen aus Leisten oder massive, eigenstabile Platten gehängt werden können. Massive Türen sollten nicht zu schwer sein, deswegen lieber Tischlerplatte als Spanplatte verwenden. Auch diese Platten können dann gebeizt, lasiert, gestrichen, bespannt oder mit Folie kaschiert werden. Noch leichter und preiswerter sind Rahmen aus Leisten, die mit dünnem Sperrholz gefüllt oder bespannt werden können. Preiswert und blitzschnell aufzubauen ist eine leichtes Gleittürsystem    (Roland-System), dessen Rahmenecken ohne Werkzeug zusammengesteckt werden können. Gefüllt werden die Rahmen mit dünnen Sperrholz- oder Dekorplatten.

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