Tips zum Renovieren Tapezieren

By | April 13, 2016

Bevor neue Tapeten geklebt werden, müssen die alten herunter. Oftmals hilft dabei ein Tapetenablöser. Er wirkt jedoch nicht an der Oberfläche, sondern muß erst in die Tapete eindrin-gen. Dafür sollten Sie die Tapete mit einem Spezialwerkzeug perforieren.

Gelöste Tapeten lassen sich mühelos mit dem Taoet-Ex von Lehnartz von der Wand entfernen. Ein Gleitfuß und eine Gleitrolle bestimmen den optimalen Arbeitswinkel und verhindern Beschädigungen der Wand.

„Da gibt’s kein Halten mehr“, verspricht Lehnartz, der Hersteller des Tapetenablösers namens Titanic. Selbst mehrfach überklebte oder gestrichene Tapeten lösen sich nach 10 bis 20 Sekunden unter heißem Wasserdampf.

Der nächste Tapetenwech-sel wird einfacher, wenn Sie diesmal vor dem Tapezieren eine Makulatur an die Wände kleben oder sie mit einem Wechselgrund vorbehandeln.

Auch bei der Wahl der Tapeten können Sie schon etwas für den nächsten Tapetenwechsel tun. Spaltbare oder trocken abziehbare Tapeten bekommen Sie später problemlos ohne Ablöser und aufwendige Vorarbeiten trocken von den Wänden.

Gleich für die erste Tapetenbahn, aber auch später muß immer wieder das Lot gefällt werden. Statt sich extra ein Senklot zu kaufen, können Sie zum Beispiel Ihren Nahtroller mit einer Schnur schnell zum Hilfslot umfunktionieren.

Viel schneller als von Hand sind Tapeten mit den inzwischen recht preiswerten Kleistermaschinen eingekleistert. Auf Dauer lohnt sich die Anschaffung!

Jeder Kleisterhersteller hat mittlerweile eine ganze Produktpalette auf dem Markt. Münzen Sie die Qual der Wahl zu Ihrem Vorteil um und nehmen Sie nicht irgendein Produkt, sondern entscheiden Sie sich für den Kleister, der für Ihr Einsatzgebiet gemacht ist.

Die genauen Zuschnitte erfolgen erst an der Wand. Mit dem Rücken der Schere drückt man die Taoetenüberstände an Decke (und Fußleiste) fest in die Ecke. Dann die Bahn wieder etwas lösen und entlang dem Falz die Überstände abschneiden.

Eine Alternative zum Tip bietet der Einsatz einer Tapezierschiene. Auch damit gelingen paßgenaue Anschlüsse an Decken, Fußleisten und Türzargen. Vorteil: Die angrenzenden Flächen müssen nicht mit Kleister in Berührung kommen.

So können Sie ohne Helfer eine Decke tapezieren: Sie feuchten die Tapetenbahn auf der Rückseite mit Wasser an, rollen sie zusammen und lassen sie 12 bis 15 Minuten weichen. Die Dek-ke bahnenbreit mit starkem Spezialkleister einstreichen, die Rolle ansetzen, abrol-len, andrücken und glätten.

Die Enge macht das Tapezieren hinter Heizkörpern schwierig. Um die Bahn besser einfädeln zu können, empfiehlt es sich, sie am Ende in Streifen zu schneiden und einzeln herunterzulassen.

Unter Umständen kann es sich lohnen, die Heizkörper von den Wänden abzunehmen, vor allem, wenn Sie nicht nur dahinter tapezieren, sondern im Zuge Ihrer Renovierungsarbeiten auch die Heizkörper neu lackieren wollen. (Bevor Sie sich zuviel Arbeit machen, können Sie die Heizkörper auch in einem Autolackierbetrieb spritzen lassen.) Voraussetzung ist jedoch: Um die Heizkörper problemlos abnehmen zu können, sollten daran absperrbare Rücklaufventile installiert sein.

Haben Sie schon mal nach dem Tapezieren die Dübellöcher hinter der Tapete gesucht, um die Regale oder Schränke wieder an der alten Stelle aufhängen zu können? Das muß nicht sein. Stecken
Sie zum Markieren Nägel oder Streichhölzer in die Dübel-gerade so tief, daß sie noch ein Stück aus der Wand ragen. Beim Ansetzen der Tapete drückt sich dann die Spitze durch die Bahn.

Öffnen sich mal Taoetennähte. können Sie die mit Ovaiit Naht-und Reparaturkleber schnell wieder schließen. Zur Not geht’s auch mit einem Holzleim. Beim Kleben mit Nahtroller andrücken.

Heizen oder Lüften? Am besten trocknen die Tapeten bei einer Raumtemperatur von ungefähr 18 °C. Da bei zu schnellem Trocknen die Nähte platzen, sollten Sie nicht übermäßig stark heizen. Vermeiden Sie auch Durchzug.

Durch Luftblasen können Beulen in den Tapeten auftreten. Man beseitigt sie mit einer Spritze, in die Kleister gefüllt ist. Die Tapete weichen lassen und andrücken.

Nach dem Tapezieren und Streichen kommen wieder die Bilder an die Wand. Beim höhengleichen Ausrichten helfen Nadeln und Faden. Rechts und links von den Bildern je eine Stecknadel in der gewünschten Höhe in die Tapete stechen. Dann von Nadel zu Nadel einen Faden spannen. Entsprechend der Breite der Bilder können Sie jetzt mit einem Stift ihre Positionen und die der Aufhängung markieren.

Viel öfter, als man es möchte, gibt es Rohre oder Kabel, die in der Ecke unter einer Decke verlegt sind. Stuckelemente aus Hartschaum bieten sich als ideales Versteck an (z. B. von NMC). Man kann sie einfach ankleben.

Damit Sie beim nächsten Tapezieren Bescheid wissen: Auf einem Merkzettel hinter einem Bild können Sie sich notieren, ob die Tapete spaltbar oder trocken abziehbar ist.

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