Behälter aus Faserzement

Behälter aus Faserzement

(Eternit u.a.) – jetzt Faserzement genannt – sind wesentlich leichter als Betontröge, allerdings auch empfindlicher gegen Schlag und Stoß. Das Material ist in Grau, aber auch in leuchtenden Farben erhältlich. Nicht überall passen diese farbenfrohen Gefäße zum Bauwerk und zu den Pflanzen. Die Brauntöne harmonieren sicher noch am ehesten mit allen Pflanzen, aber wer auffällige Farben liebt, findet eine reiche Auswahl im Optima-Programm. Die Formen der Gefäße sind gut durchdacht und die Gefäße an den Kanten verstärkt. Praktisch alle geometrischen Figuren sind lieferbar. Die Formen aus dem Eternitprogramm sind zuweilen etwas extravagant und passen nicht überall hin.

Faserzement wird aus dem faserartigen und feuerfesten Gestein hergestellt, das mit Zement versetzt wird. Der Umgang mit den fertig verarbeiteten Stoffen birgt keine Krebsrisiken, die durchaus bei der Fertigung auftreten können.

Faserzement ist pflanzenneutral und auch preiswert. Als Balkonkasten nehme man lieber die breiteren (20 cm) Exemplare, ein größeres Erdvolumen trocknet nicht so rasch aus.

Betongefäße, selbst gebaut

Betongefäße, selbst gebaut

Da echte Natursteintröge Mangelware sind, bleibt als Ausweg das Selbstherstellen von »Naturtrögen«. In Großbritannien wurde diese Methode zuerst entdeckt. Als Ersatz für Tuffstein nahm man eine Mischung aus Torf, Sand und Zement, vermischte alles mit Wasser und goß diese Mischung in eine vorbereitete Form. Manchem Betonfachmann sträubten sich bei dieser Mischung von alkalischem Zement und saurem Torf die Haare. Doch allen Spöttern zum Trotz hielten diese Tröge und sind nun ein preisgünstiger Ersatz für die unerschwinglichen echten Tröge.
Im Alpengarten von Pforzheim hat sich folgende Mischung für Tuffsteintröge bewährt: 1 Schubkarren feingesiebter Torf, 1 Sack Zement und 1,5 Schubkarren gewaschener Quarzsand. Damit läßt sich ein Trog herstellen mit den Kantenlängen 100 x 45 x35 cm und 8 cm starken Wänden; es bleibt sogar noch etwas übrig für kleinere Behälter.

Nach wenigen Tagen sieht ein solcher Trog wie ein alter verwitterter Steintrog aus, man muß lediglich die Kanten und Wände etwas bearbeiten. Dies geschieht mit Stahlbürste und Meißel. Abflußlöcher werden beim Gießen gleich mit vorbereitet und zu diesem Zweck entsprechend lange Holzstückchen auf die Außenschalung genagelt. Den Schalkern bildet ein Styroporblock, den man auf die entsprechenden Innenmaße des zukünftigen Troges zugeschnitten hat.

Wem dies alles zu mühsam ist, der läßt sich vom Baustoffhandel Betontröge in der gewünschten Form und Größe anliefern. Es gibt quadratische, rechteckige, runde, aber auch sechs- oder achteckige Gefäße. Die Oberfläche kann glatt oder mit Struktur versehen sein. Am häufigsten werden Waschbetontröge angeboten, die sich fast überall verwenden lassen.

Da das Gewicht problematisch werden kann – ein Trog mit den Maßen 80x80x40 cm wiegt immerhin 300 kg -, erfand man zerlegbare Tröge. Mit Hilfe von Verbindungselementen werden einzelne Platten zu einem Trog zusammengesetzt. In seine Einzelteile zerlegt, läßt sich solch ein Trog also auch auf den Balkon einer Großstadtwohnung transportieren, wenn kein Lastenaufzug vorhanden ist, dann wird er zusammengesetzt und mit Substrat gefüllt.

Eine andere Möglichkeit bietet das Baukastensystem Wagner. Hier werden Rahmenteile in verschiedenen Höhen (11/22/33 cm) angeboten, das Rastermaß von Breite und Länge beträgt 50 cm. Ein dazu passendes Bodenteil komplettiert die Form. Hat man Transportprobleme, so nimmt man einfach mehrere Rahmenteile mit der geringsten Höhe und setzt diese an Ort und Stelle aufeinander. (Ein Rahmenteil 50 X100 cm wiegt mit 11 cm Höhe 41 kg, mit 22 cm Höhe mehr als das Doppelte.)

In öffentlichen Anlagen oder großen Gärten werden heute gerne die sog. Tri-6-Pflanzschalen verwendet. Sie bestehen aus zwei sechseckigen Elementen mit abgerundeten Kanten und sehen wirklich gut aus. Bei der Normalgröße (Durchmesser 2 m) wiegt das Bodenelement 580 kg, der obere Ring immerhin noch 280 kg. Da leistet ein Kran beim Versetzen gute Dienste. Für rationelles Arbeiten hat die Firma auswechselbare Einsätze entwik-kelt, die in der Gärtnerei fertig bepflanzt werden und leicht ausgetauscht werden können. Für den Hausgarten gibt es auch kleinere und daher leichtere Schalen, die aber nicht so elegant wirken wie die großen.

Übrigens lassen sich auch die bekannten U-Steine (40/50/40 cm) zu Trögen (ohne Boden) zusammenstellen.

Ideal ist es, wenn der Architekt schon bei der Planung an Pflanztröge gedacht hat, die gleichzeitig als Balkonbrüstung dienen und sich gut in das Gesamtbild einfügen.

Natursteine Gefäße

Natursteine Gefäße

In Kalkgebieten, z. B. der Schwäbischen Alb, kommen ausgewitterte Kalkknollen vor, besonders im  Raume Tuttlingen. Durch die Einwirkung von Säuren (Huminsäuren, Kohlensäure) entstanden im Laufe der Jahrhunderte Mulden, Löcher und Spalten in dem harten Jurafelsen. Kann man solche Felsen erhalten, so bieten diese wunderbare Möglichkeiten der Pflanzenansiedlung.

Noch besser eignen sich dafür die poröseren Tuffsteine, die am Steilrand der Schwäbischen Alb gebildet wurden. Mit Hammer und Meißel (oder auch mit dem Bohrgerät) werden Vertiefungen geschaffen, in die man geeignete Pflanzen einsetzt. Besonders schön geformte und bewachsene Stücke kann man nun auf der Terrasse oder dem Balkon aufstellen. Sie benötigen kaum Pflege, ab und zu eine Dusche oder eine Prise Flüssigdünger.

Auch Tröge kann man aus diesen weichen Steinen herstellen und mit alpinen Stauden und Zwerggehölzen bepflanzen.

Natursteintröge wurden früher als Viehtränke oder Futtertrog benutzt. Sie sind heute kaum mehr preiswert zu erhalten, besonders wenn es sich um schöne Stücke handelt. Sie eignen sich hervorragend zur Bepflanzung mit Steingartenstauden. Als Blickfang kann ein Nadelgehölz dienen, Steine, Wurzeln und die entsprechenden Pflanzen werden dazugestellt. So erhält man Landschaften im kleinen, ohne gleich das Matterhorn im Maßstab 1 : 10000 abbilden zu wollen. Aber ein einzelner Stein kann im Trog durchaus eine dominierende Rolle spielen, alles andere hat sich diesem unterzuordnen.

Man verwende in einem Trog möglichst nur gleiches Steinmaterial, so daß man später bei der Auswahl der Pflanzen in bezug auf die Säureansprüche nicht in Schwierigkeiten gerät. So sollen also in einem Kalksteintrog einzelne Kalkbrocken verwendet werden, aber keinesfalls dürfen in diesem Trog später Moorbeetgewächse gepflanzt werden.

Holzgefäße

Gelegentlich sieht man in der Natur, daß sich trockenliebende Pflanzen zwischen Baumwurzeln angesiedelt haben und dort einen idealen Standort vorfinden. Im Garten kann man solche Naturbilder auch übernehmen und z. B. Stauden auf einem alten Baumstumpf wachsen lassen. Auch ausgehöhlte Baumstämme ergeben reizvolle Kübel, es muß nicht unbedingt ein Brunnentrog sein.

Neuerdings werden Gefäße angeboten, die mit Rundholzpalisaden verkleidet sind, oder rustikal gefügte Gefäße. Holz paßt wegen seiner unaufdringlichen Farbe immer gut zu allen möglichen Pflanzen. Allerdings ist die Haltbarkeit begrenzt und eine wiederholte Imprägnierung notwendig.

Wer ein altes Faß erhalten kann, sollte zugreifen. Es wird in der Mitte zersägt, am geeigneten Platz aufgestellt und mit Erde gefüllt. Da die Fässer gut imprägniert wurden, halten sie recht lange. Die Eisenringe sollten aber gelegentlich entrostet und gestrichen werden.

Gefäße (Wahl der Behälter)

Gefäße (Wahl der Behälter)

Eine Vielzahl von Gefäßen eignet sich für die Bepflanzung. Unabhängig vom Material muß zunächst für einen Wasserabzug gesorgt werden, es sei denn, Sie wollen Wasser- und Sumpfpflanzen kultivieren. Dies ist übrigens sehr reizvoll und praktisch in jedem neutral reagierenden Gefäß möglich, das wasserdicht ist. Poröse Sand- und Kalksteintröge erhalten einen Innenanstrich aus farblosem Lack.

In allen anderen Fällen müssen ein oder mehrere Löcher gebohrt werden. Bei Tonschalen und Kunststoffkästen ist die Öffnung schon vorgezeichnet, so daß sie mit Hammer und Meißel leicht zu durchstoßen ist. Möchte man allerdings den Behälter nicht durchlöchern oder fehlt das entsprechende Werkzeug, so muß unten unbedingt eine dicke Schicht (ca. 1/3 der Höhe) aus Kies, Blähton oder Styroporschnitzel eingefüllt werden, damit die Pflanzenwurzeln nicht zuviel Wasser erhalten und dann verfaulen.

Eine Dränageschicht ist allerdings auch bei allen anderen Behältern angebracht, nur kann sie dort geringer ausfallen. Der Vorteil vom »mobilen Grün« liegt darin, daß man bei Bedarf die Kübel an andere Stellen bringen kann. Ständig wechselnde Gartenansichten sind auf diese Weise möglich.

Bei allen Behältern, die im Winter draußen bleiben, weil sie mit winterharten Gewächsen bepflanzt sind, muß die Frostfestigkeit gewährleistet sein. Besonders Tongefäße halten dieser Belastung oft nicht stand.

Bodenbeläge – Materialien

Statische Anforderungen

Bevor man nun auf einem Balkon schwergewichtige Kübel oder Tröge aufstellt, muß man sich vergewissern, ob der Balkon auch diese Belastungen aushält. Rasch kommen einige Zentner pro Quadratmeter zusammen.
Dasselbe gilt auch für Dachgärten. Normale Substrate einschließlich Randelemente bringen bei einer Füllhöhe von 25 cm eine Belastung von ca. 250 kg/m2! Geringere Substratstärken mit leichteren Materialien (Schaumstoffen) wiegen aber immer noch mindestens die Hälfte. Bei diesen Belastungen braucht man noch keine Befürchtungen zu haben. Im Zweifelsfalle befrage man einen Statiker.

Bodenbeläge

Der Belag eines Balkons kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Frostsicher müssen sie aber alle sein.
Am einfachsten wäre ein Glattstrich über der Betonkonstruktion, der zur leichteren Pflege mit einer Kunststoffdispersionsfarbe angestrichen wird. Die Farben wähle man nicht zu hell, wegen der zu erwartenden Blendwirkung. Eine gute Lösung sind die verschiedenen flachen Klinker (z.B. Spaltklinker), die man in Zementmörtel verlegt und anschließend gut verfugt. Sie sind leicht sauber zu halten und unverwüstlich. Obwohl man hier auch Betonplatten verwenden könnte, eignen sich diese eher für die Terrasse.
Einige Tips zur Anlage eines Terrassenbelages:

Mindestens 3X4 m sollte eine Terrasse groß sein, damit man auch zu mehreren bequem um einen Tisch sitzen kann. Soll der Belag auch noch nach vielen Jahren einwandfrei liegen, sollte man die Mehrkosten nicht scheuen und eine freitragende Betonplatte in Art eines Balkons gießen lassen. Die Armierung wird am Hausfundament angehängt und eventuell durch zusätzliche Punktfundamente gesichert. Darauf verlegt man die gewünschten Platten in Mörtel.

Wenn man die Platten nur in ein Sandbett verlegt (Unterbau aus ca. 15-20 cm Schotter), werden sich im Laufe der Zeit immer wieder Sak-kungen einstellen. Besonders im Bereich der Hauswand sind diese Setzungen häufig, weil der beim Hausbau notwendige Arbeitsraum nicht ausreichend verdichtet werden konnte. Man kann nachträglich diese Hohlräume am einfachsten mit dem Wasserschlauch verdichten, indem man langsam Wasser einsik-kern läßt. Dennoch bleibt es nicht aus, daß der Belag immer wieder absackt und man gezwungen ist, die Platten alle paar Jahre aufzunehmen und neu zu verlegen.

Das Gefälle muß in jedem Fall mindestens 2 % vom Haus weg betragen (also 2 cm Höhenunterschied pro Meter). Bei stärkerem Gefälle stehen die Gartenmöbel zu schräg, es ist kein gemütliches Sitzen mehr möglich.

Ist die Terrasse überdacht, dann kann man die Terrasse in gleicher Höhe wie die Türschwelle anlegen, um ein ungestörtes Fahren mit dem Teewagen zu ermöglichen. Ganz ideal ist die Einheit von Haus und Garten, wenn der Belag des Zimmers und der Terrasse aus gleichem Material besteht, z. B. aus Granit oder Sandstein. Meist legt man allerdings die Terrasse wenige Zentimeter tiefer, um das Eindringen von Kleintieren, Schnee und Wasser zu unterbinden. Auch eine Stufe von ca. 15 cm Höhe ist für diesen Zweck eine brauchbare Lösung. Gestalterisch kann auch die Anordnung von mehreren Stufen begründet werden, obwohl dies nicht so bequem ist. Aber man vermeidet damit eine oft unschöne Auffüllung der Terrasse und fühlt sich nicht so sehr auf dem Präsentierteller.

Als Terrassenbelag ist neuerdings wieder Holz gefragt. Holz hat allerdings keine lange Lebensdauer, auch wenn die Imprägnierung noch so gut ist. Leicht siedeln sich Algen und Pilze darauf an und machen den Belag rutschig, besonders im Schatten.

Rechteckiges Holzpflaster eignet sich besser als Terrassenbelag als Rundholzpflaster, die Fugen sind enger und ergeben somit eine bessere Standfestigkeit für Gartenmöbel. Holzroste sind in Skandinavien sehr beliebt als Belag für Terrassenflächen. Sie bestehen aus gehobelten Hartholzbrettern, die auf Kanthölzer aufgeschraubt sind. Man verwendet sie am besten bei überdachten Sitzterrassen. Erhältlich sind sie in quadratischen Feldern bis zu 1,20 X 1,20 m. Sie sollten so verlegt werden, daß das Wasser immer versickern kann. Zu diesem Zweck muß eine Unterkonstruktion aus stabilen Kanthölzern hergestellt werden, die man in ein Kiesbett legt. Darauf werden dann die Felder aufgeschraubt.

Haltbarer sind Beläge aus Platten aller Art. Am preiswertesten sind die verschiedenen Betonplatten, die man nicht in auffälligen Farbtönen verwenden sollte. Rauhe Oberflächen bieten Schutz vor winterlicher Glätte. Schön sind auch die unterschiedlichen Waschbetonplatten, die mit Vorsätzen aus Kies, Splitt u. a. hergestellt werden, wobei sich runde, mittelgroße Kieskörnungen am besten bewährt haben. Gebrochener Marmorsplitt oder heller Quarzkies blenden bei Sonnenbestrahlung sehr stark.

Die Platten sind meist 5 cm dick.
Die häufigsten Größen sind: 25 X 50 cm, 50 X 50 cm, 50X75 cm, 20 X 40 cm, 40 X 40 cm, 40 X 60 cm, 100 X 100 cm. Größere Flächen aus dem gleichen Material können oft langweilig wirken, weshalb man andere Farben und Formen zur Auflockerung einstreuen sollte. Gut passen immer wieder Bänder aus Klinker oder Pflastersteinen zu diesen preiswerten Materialien. Natursteinplatten sind schöner, aber auch teurer als Betonsteine. Die sogenannten Hartgesteine, wie Granit, Quarzit und Gneis (alle in verschiedenen Grautönen) und Porphyr (braunrot), sind praktisch unverwüstlich. Dem dichten Kristallgefüge der Steine schadet auch das Streuen mit Salz im Winter nicht. Bei Sedimentgestein, also Kalk-und Sandsteinplatten, können dadurch leicht die Beläge zerstört werden. Nehmen wir im Garten lieber nur abstumpfende Mittel (wie z. B. Sand) zum Streuen, denn auch die Pflanzen werden durch Streusalz geschädigt.

Sandsteine gibt es in den verschiedensten Farbtönen; gelb, grünlich und rot sind die wichtigsten. Kalksteine gibt es in allen gelb-grauen Tönen. Je nach Vorkommen ist die Haltbarkeit der Ablagerungsgesteine unterschiedlich, besonders gut halten die kieselsäuregebundenen Sandsteine. In Gegenden, die einen hohen Gehalt an Schwefeloxiden in der Luft aufweisen, zerfallen viele Natursteine nach relativ kurzer Zeit. Neben den Hartgesteinen eignen sich dann nur noch die Betonfabrikate.

Natursteinplatten gibt es mit bruchrauher Oberfläche in vielen Formaten. Besonders preiswert sind die unregelmäßigen Platten, die später den Vieleckverband ergeben. Das Einpassen der Platten erinnert stark an ein Puzzle, nur daß hier alle Kanten nachbearbeitet werden müssen, eine zeitraubende Angelegenheit. Je enger die Fugen sein sollen, um so mehr Platten werden benötigt. Man kann dabei durchaus einen Verschlag von 25 % einrechnen. Wenn man den erhöhten Zeitaufwand des Verlegens dazurechnet, sind diese Platten gar nicht mehr so preiswert. Aber sie ergeben einen herrlichen Belag.

Die regelmäßig behauenen und gesägten Platten lassen sich am einfachsten in Reihen verlegen. In Verbindung mit Pflastersteinen lassen sich auch hier eine Vielzahl schöner Muster anfertigen.

Zum Verlegen benötigt man für alle Beläge einen Unterbau aus 15-20 cm Schotter oder ähnlichen Materialien, die gut verdichtet werden. Darauf legt man die Platten in ein Sandbett von etwa 5 cm Stärke. Mit dem Fäustel und einem Hartholzbrettchen werden sie abgeklopft, bis sie in der richtigen Höhe liegen. Seitliches Unterstampfen fördert die satte Lage.

Pflastersteine in den verschiedenen Größen und Farben lassen sich vielseitig verwenden. Größere Steine oder gar runde Flußkiesel eignen sich aber weniger für einen Terrassenbelag, der Frühstückstisch wak-kelt praktisch immer.

Für Garageneinfahrten werden seit einigen Jahren immer mehr Betonverbundsteine unterschiedlichster Art verwendet. Sie sind auch als Terrassenbelag möglich.

Das Verlegen von Verbundpflaster weicht vom Plattenlegen etwas ab, weil der 6 oder 8 cm starke Stein auf eine fertig planierte Sandfläche mit Schotterunterbau verlegt wird. Erst wenn die ganze Fläche fertig ist, wird abgestampft oder abgerüttelt.

Schön sind die warmen Töne der Gartenklinker, die in vielen Mustern verlegt werden und eigentlich zu fast jedem Gebäude passen.

Terrassen

Terrassen

Im allgemeinen wird eine Terrasse am Haus angelegt. Sie dient zum gelegentlichen Aufenthalt, zum Einnehmen der Mahlzeiten, besonders an den warmen Sommertagen. Gleichzeitig bildet sie auch den Übergang in den Garten. Was liegt näher, als solche Flächen gegen Einsicht abzupflanzen? Eine steife Hecke aus Nadelgehölzen wäre die eine Lösung. Man kann es aber auch anders machen:

Ein größeres Gehölz, ein sogenannter Hausbaum, übernimmt die Rolle des Schattenspenders und sorgt gleichzeitig für Sichtschutz. Das kann ein kleinkroniger Zier-baum oder auch ein Obstbaum sein, der hierher paßt. Die Unterpflanzung wird mit lockeren Ziersträuchern, Rosen und Stauden vervollständigt.

Als Terrassenbeläge wählt man Platten aus Naturstein oder Beton, die leicht zu pflegen sind. Wird die Fläche zu groß, lassen sich die verschiedensten Kübel und Tröge aufstellen, die auch als Raumteiler eine Funktion erfüllen. Hat die Hausfrau nichts dagegen, dann lassen sich oft ganze Topf Sammlungen mit liebenswerten Pflanzen auf der Terrasse unterbringen.

Besondere Probleme bei der Bepflanzung ergeben sich bei Flächen, die durch überstehende Dächer oder Balkone zu Trockenzonen werden. Meist werden solche Flächen mit grobem Kies oder Platten bedeckt. Wenn man gelegentlich eine Kanne Wasser übrig hat, lassen sich hier an sonnigen Stellen trok-kenresistente, graulaubige Stauden und Gräser anpflanzen, die aus dem Kies herausragen. Wichtig ist, daß man zuvor diese Pflanzflächen richtig vorbereitet. Gerade hier bieten sich Pflanzplätze für nässeempfindliche Gewächse.